Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 287 (sequence 329)
- Language
- German, English, Hebrew
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Hantke absolut erreichbare weitere Vordringen des Keren Hajessod hängt in erster Reihe von uns Zionisten ab, von dem Maß unserer Steuer, von dem Maß unserer Arbeit, von dem Maß unseres Fordems. Ein Charakteristikum des Zionismus ist der Anspruch, in jüdischen Dingen führend aufzutreten und insbesondere in allen Fragen Palästinas die Entscheidung zu geben. Wir haben aber nicht das Recht der Bestimmung, wenn wir nicht die Pflicht erfüllen, die uns zu solcher Stellungnahme erst berechtigt. Die Gesamtheit der Zionisten — wir müssen es von dieser Tribüne aus sagen — hat ihre Pflicht gegenüber dem Keren Hajessod bisher noch nicht voll erfüllt. Wir sprechen nicht von »den vielen traurigen Fällen, in denen wirtschaftliche Verhältnisse, unglückliche Lage der Familie, es dem einzelnen Zionisten unmöglich machen, seine Palästinasteuer zu zahlen. Wir wissen, wie schwer manch ernster und pflichtbewußter Zionist unter solchen Verhältnissen leidet. Wir wissen sehr gut, daß in dem Auf und Ab des wirtschaftlichen Lebens, wie es sich in einer früher unbekannten Weise vor allem in Europa seit dem Kriege zeigt, für Tausende von Zionisten die Möglichkeit einer regelmäßigen Steuerzahlung an den Keren Hajessod unmöglich ist. Alle diese Fälle wollen und müssen wir ausschalten. Es handelt sich um die vielen anderen Fälle, in denen aktive Zionisten, sogar Männer, welche führend in der zionistischen Oeffentlichkeit stehen, es nicht verstehen, daß die Zahlung der festen Steuer für Palästina eine der moralischen Klammern ist, die das schwankende Gebäude des jüdischen Volkslebens zusammenhalten. Andere kommen formell der Verpflichtung nach; sie geben ihre Zeichnung ab — sie sind aber nicht stark genug, die Zeichnungen zu effektuieren. Der gute Wille genügt ihnen. Wie soll das Volk erkennen, daß nicht auch in anderen Dingen diesem Führer der gute Wille genügt? Wie soll die Oeffentlichkeit begreifen, daß, wer so schwach ist im Steuerzahlen für den Palästinaaufbau, stark genug ist, eine Gemeinde, 287