Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 311)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476284--6754-3482901- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ussischkin Ich zweifle nicht eine Sekunde und sage es ganz offen, daß bei Weizmann wirklich kein anderer Gedanke da ist. Aber ich habe es ihm persönlich gesagt, ich zweifle, ob das auch bei jenen, die ihm diesen Gedanken eingegeben haben, zutrifft. Der Keren Kajemeth Lejisrael ist eine gesunde Institution, die ihre Einkünfte in den letzten fünf Jahren bis auf das Vierfache vergrößert hat. Wenn man schon etwas verbessern will, so könnte man ja etwas anderes finden als gerade den Keren Kajemeth Lejisrael; denn ich habe noch nie gehört, daß der Keren Kajemeth Lejisrael etwas Schlechtes oder Antizionistisches getan hätte. Lassen Sie ihn in Ruhe! Nach unseren Statuten sind zwei Vertreter der Exekutive Governors in der Leitung des Keren Kajemeth Lejisrael, die das Vetorecht haben. Die Herren Kisch und Schocken sind die Governors im jetzigen Direktorium, und das müßte doch zur Sitzung der von der Exekutive wahrzunehmenden Interessen ausreichen. Jetzt will ich zu den anderen Problemen übergehen. Wir haben trotz sehr geringer, engbegrenzter Mittel, trotz großer Verpflichtungen, die wir noch von früher hatten, auch in diesen zwei Jahren Fortschritte gemacht. Wir haben im Emek Jesreel 28.000 Dunam gekauft (und weitere 10.000, welche im Berichte nicht erwähnt sind), in der Haifa-Ebene 11.000, in der Jordanebene 4400, in Judäa, angrenzend >an die verschiedenen Kolonien 6700, zusammen über 60.000 Dunam Boden. (Lebhafter Beifall.) Wir haben außerdem auch in den Städten etwas erworben, haben Ameliorationen und Wasserinstallationen durchgeführt. Interessant für den Kongreß wird die Proportion in Prozenten sein. Für landwirtschaftlichen Boden haben wir 77 Prozent ausgegeben, für städtischen 10 Prozent, für Ameliorationen 6 Prozent und für Wasserinstallationen 4 Prozent, für Pflanzungen 3 Prozent. Sie sehen, der größte Teil wurde für landwirtschaftlichen Boden ausgegeben. Wenn Sie die Ausgaben für Ameliorationen und Wasserinstallationen hinzunehmen, 87 Prozent. Ich gehe nun zum zweiten Teil meiner Ausführungen über, zur Beschaffung der Mittel. Wir haben unsere Zen- 269