Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 309)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ussischkin kaufe von Privaten zum Zwecke der Ansiedlung von Privatleuten erfolgen würden, rührt zum großen Teil die schwierige Lage im Lande her. Die größten und reichsten Bodenkäufer, die aus Amerika gekommen sind, nämlich die American Zion Commonwealth, haben hinterher Verhandlungen mit dem Keren Kajemeth geführt, damit dieser das Erbe ihrer Böden antrete. Das beweist, daß die Hoffnungen der ganzen jüdischen Welt auf Palästina, die Hoffnungen der jüdischen Welt auf Boden unlösbar, auf Tod und Leben, mit dem einzigen Institut des nationalen Bodens, dem Keren Kajemeth, verbunden sind. Alles andere ist nur ein kleiner Beitrag zu dieser zentralen Arbeit. Wenn wir nun sehen, daß unser Keren Kajemeth, wie er sich in den letzten Jahren entwickelt und gestärkt hat, nicht imstande war, auch nur den Anfang dieses Bodenproblems in entscheidender Weise zu lösen, dann ist es die Pflicht des Kongresses, der Leitung des Aktionskomitees und aller unserer Faktoren, über die Ursachen nachzudenken. Wir müssen uns in dieses Problem vertiefen. Was soll geschehen, wenn der Keren Kajemeth in diesem Stadium die Sache nicht schnell genug vorwärts bringt? Ein weiteres wichtiges Moment ist die Frage einer Bodenreserve. Es gibt viele einflußreiche Persönlichkeiten unter uns, die große Anhänger der Landwirtschaft sind, aber die Meinung hegen, daß der Kauf des Bodens mit seiner sofortigen Kolonisierung verbunden sein müsse. Wenn wir keine Mittel haben, sofort zu kolonisieren, dann, glauben sie, brauchen wir keine Bodenreserve. Dieser Standpunkt ist einer der gefährlichsten, der uns einer Katastrophe zuführen kann. Die Frage des Bodenkaufes, die Frage einer Reserve an großen Böden, muß von der Frage der sofortigen Kolonisation vollständig unabhängig sein. Für Kolonisation haben wir Zeit, das ist nur eine Frage des Geldes. Die Frage des Bodens jedoch ist keine Frage von morgen oder übermorgen, sondern eine Frage von heute. Wir wissen, wie schwer 267