Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 308)
- Language
- German, English, Hebrew
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8. Sitzung: Referat über Heren Kajemeth Sie haben gehört, was Dr. Ruppin hier gesagt hat. Man kann vieles von dem, was hier gesagt wurde, bestreiten. Aber eines ist richtig, und das ist, glaube ich, schon Eigentum unserer ganzen Organisation. Das wird anerkannt, wie von Zionisten so von Nichtzionisten, wie von Juden so von Nichtjuden, sowohl von unserer Leitung wie von der englischen Regierung, daß nämlich die Basis für den Aufbau Erez Israels die Landwirtschaft ist. Ohne diese Basis kann und wird das Land nicht gebaut werden, weder von uns noch von anderen. Ist diese Basis vorhanden, dann kommt alles andere von selbst. Ist aber die Landwirtschaft die Basis für den Aufbau des Landes, dann ist selbstverständlich der Boden die Basis für die Landwirtschaft. Der Boden ist daher die Basis unserer ganzen Zukunft. Werden wir das Problem des Bodens lösen, dann haben wir eine Zukunft im Lande. Wo nicht, dann haben wir keinerlei Zukunft im Lande. Die Basis des Bodens ist nun wieder der Keren Kajemeth. Haben wir einen großen, starken Keren Kajemeth, dann werden wir das Problem des Bodens lösen. Zwei Anschauungen gibt es, die in dieser Frage anders denken. Manche glauben, daß die Lösung des Problems des Bodens nicht im Keren Kajemeth, sondern in den Böden der Regierung liege. Die zweite Anschauung erblickt die Lösung des Problems in der privaten Initiative, im privaten Kauf von Boden. Dazu muß gesagt werden, daß bis heute alle Versprechungen der Regierung in den Fragen des Bodens absolut keine positiven Resultate ergeben haben. Und ich bin nicht optimistisch genug, zu hoffen, daß wir in der nächsten Zeit etwas Großes, Entscheidendes in dieser Frage erlangen werden. Diejenigen, die die Lösung des Problems von der privaten Initiative erwarten, konnten in den letzten zwei Jahren erkennen, wie sehr sie irren. Von diesen Hoffnungen, die in den letzten Jahren mit der privaten Initiative verbunden waren, von der Erwartung, daß große Boden- 266