Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 305)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ruppin getan. Sie wissen, daß sie in ihrem Bericht an den Völkerbund als Grund dafür angegeben hat, daß zunächst einmal die allgemeine Katastrierung des Bodens in Palästina erfolgen müsse, bevor sie Staatsländereien vergeben könne. Da sich diese allgemeine Katastrierung aber noch viele Jahre hinziehen kann und ich glaube, daß nicht für alle Staatsländereien die Katastrierung von solcher Wichtigkeit ist, so sollten wir von der Regierung verlangen, daß sie eine besondere Kommission einsetzt, in welcher die Staatsländereien daraufhin geprüft werden, ob sie nach ihrer rechtlichen oder tatsächlichen Lage nicht auch ohne vorherige Katastrierung bereits für unser Siedlungswerk freigegeben werden können. Eine solche objektive Prüfung von Fall zu Fall wird die Erbitterung zerstreuen, die bisher wegen des völligen Versagens der Regierung in diesem Punkte bei vielen von uns vorhanden ist. Ich komme zum Schlüsse. Ich bin nicht geneigt, unsere Leistungen seit dem Jahre 1908 geringschätzig zu beurteilen. Wenn Sie bedenken, daß in diesen 19 Jahren der Weltkrieg mit seinen Nachwirkungen etwa sieben Jahre hindurch eine geordnete Wirtschaft unmöglich machte und daß eigentlich nur 12 Jahre einer richtigen Arbeit hinter uns liegen, von denen wir in den ersten sechs Jahren noch nicht einmal mit ebenso vielen Francs arbeiteten, als wir heute Pfunde haben, so sage ich, daß unsere Leistungen außerordentlich groß sind. Ein einziges Nahalal wäre für solch kurze Zeit schon eine Leistung. Aber wir haben nicht nur ein Nahalal. Ferner: Lesen Sie den Bericht der PLDC. in dem Bericht der Exekutive. Diese Gesellschaft hat mit ihrem winzigen Kapital seit 1908 fast 400.000 Dunam landwirtschaftlichen Boden, davon etwa die Hälfte für den Keren Kajemeth, und mehrere Millionen Quadratmeter städtischen Boden erworben. Vergleichen Sie einmal eine Landkarte mit dem jüdischen Besitz vom Jahre 1908 mit dem heutigen Besitz, und Sie werden sehen, welche Zunahme unser Landbesitz erfahren hat und wie die Küstenebene und Emek Jesreel heute anders aussehen. In diese Zeit fällt 263