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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 240

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 240 (sequence 282)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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8. Sitzung: Referat über Palästinawirtschaft Man hat kritisiert, daß wir in Palästina (als landwirtschaftliche Betriebsform die sogenannte gemischte Wirtschaft eingeführt halben. Im Mittelpunkt der gemischten Wirtschaft steht die Milchproduktion. Ich erinnere mich, daß vor zwanzig Jahren in ganz Palästina nur ein Gefühl der Entrüstung darüber herrschte, daß unsere Siedlungen keine Milch produzierten und daß Milch überhaupt nicht vorhanden war oder nur von nichtjüdischer Seite geliefert werden konnte. Wir haben dann begonnen, den Milchbedarf in immer steigendem Maße aus unseren eigenen Siedlungen zu decken, aber wir sind damit durchaus noch nicht am Ende. Der Bedarf an frischer Milch ist noch immer viel größer als die Produktion. In Europa konsinniert man vier- und fünfmal soviel Milch pro Kopf wie die Juden in Palästina. Der Milchpreis ist in Tel-Awiw mit 11 Piaster per Rottel doppelt so hoch wie in London, dreimal so hoch wie in Berlin und fünfmal so hoch wie in Paris. Die deutschen Kolonien in Palästina sind durch die Milchproduktion reich geworden. Gerade frische Milch ist durch ihre leichte Verderblichkeit ein Produkt, in dem es schwer ist, vom Auslande Konkurrenz zu machen, und daher ist es, solange der Inlandmarkt für Milch aufnahmefähig ist und hohe Preise zahlt, vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt eine Selbstverständlichkeit, daß wir uns der Deckung dieses Bedarfes zuwenden. Ich behaupte, daß die gemischte Wirtschaf t unter den heutigen Verhältnissen Palästinas eine nach jeder Richtung wohldurchdachte und angemessene Betriebsform ist, aber ich behaupte nicht, daß sie immer die einzige Betriebsform bleiben muß. Insbesondere muß nach den Erfahrungen der letzten Jahre die hochwertige P a 1 ä - stinaorange als ein Produkt gelten, für das Palästina durch iseine klimatischen Verhältnisse ein natürliches Monopol besitzt und das sogar bei einer stark gesteigerten Produktion einen gesicherten Markt hat. Unsere palästinensischen Agronomen, die Herren Wilkansky, Oettinger, 240

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