Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 266)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
- Minsk 1× ep/2781459
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8. Sitzung: Begrüßung durch die »Bne Hedem« Vorsitzender (hebräisch): Es ist unsere heilige Pflicht, noch zwei Opfer unserer gransamen Wirklichkeit zu erwähnen, die Symbole unserer Tragik sind. Es sind dies der Chaluz S p i 1 k a, der vor einigen Monaten in der Verbannung in Sibirien einen Selbstmord begangen hat, nachdem er die Hoffnung verloren hatte, Palästina jemals zu sehen. Und die Ohaluzah Gitl Zwick, die in den Wellen des Meeres bei Haifa den Tod gefunden hat, nachdem die Behörden ihr die Erlaubnis zur Einreise nach Palästina verweigert hatten. Ferner ist es unsere Pflicht, der Eabbiner Morris Friedmann und Pinchas Berghauer zu gedenken und die hebräischen Schriftsteller Goldberg (Jaknehas) aus Minsk und Fischmann aus Tel Awiw zu erwähnen, die im Geiste des Judentums geschaffen haben. Ihr Andenken sei heilig! Herr Dr. Bension hat nunmehr das Wort zu einer Begriißungserklärung an den Kongreß. Del. Dr. Ariel Bension (Argentinien, Bne Kedem — hebräisch): Geehrte Versammlung! Als Delegierter der Gemeinden orientalischer Juden, die in den Ländern Mittel- und Südamerikas verstreut sind, vor allem als offizieller Delegierter der Organisation „Bne Kedem" in Argentinien, habe ich die Ehre, Ihnen Grüße und Glückwünsche zu überbringen. Es gibt manche, die fragen — und es sind hauptsächlich jene, die über diese Organisation nicht alles, was in diesem Jahre geschrieben wurde, gelesen haben — was diese Organisation sei und bezwecke. Die Antwort darauf ist kurz und einfach: Die Organisation „Bne Kedem" ist eine rein zionistische Organisation wie alle andern zionistischen Organisationen in allen Teilen der Welt. Sie ist der Exekutive der Zionistischen Weltorganisation untergeordnet, und ihre Aufgaben sind die zionistischen Pflichten, die der Kongreß festsetzt. Weil ihre Mitglieder aus dem Orient stammen, nannte sich die Organisation „Bne Kedem" (Söhne des Ostens). Noch ist es nicht an der Zeit, über die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Organisation für die Entwicklung des nationalen Gedankens in den Kreisen der sephardischen Judenheit zu sprechen. Noch ist es nicht an der Zeit, über die Bedeutung und den Nutzen dieser Organisation für die Zionistische Organisation im allgemeinen und für den Aufbau Palästinas im besonderen zu sprechen; aber eins kann man schon heute sagen, daß nämlich die ersten Früchte dieser Organisation schon zu sehen sind. Noch besteht diese Organisation kein volles Jahr, und schon sandte sie ihren ersten Delegierten zum Zionistenkongreß. Noch besteht sie kein Jahr und schon gelang 224