Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 246)
- Language
- German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte Ich will mich mit der Methode beschäftigen, da er mir in aller Freundschaft und in aller Liebe — lachen Sie nicht, meine Herren, ich meine es ernst, — eine Psychose zugeschrieben hat. Ich arbeite, meint er, unter einer Psychose, und wenn ein Mensch so ist, so ist er unverbesserlich, also muß er gehen. Die Psychose besteht darin, daß ich alles unter einem Winkel, und zwar unter einem schiefen Winkel, sehe. Kurz, es war eine Art psychoanalytischer Studie des Präsidenten der zionistischen Bewegung. Nun, ich will nicht mit derselben Münze zahlen, aber Herr Jabotinsky hat eine Reihe von Tatsachen angeführt, von denen man nur sagen kann, daß er sie unter einem bestimmten Winkel, für einen bestimmten Zweck, um eines psychischen Effekts willen, um ein bestimmtes Resultat zu erreichen, zusammengestellt hat. Zum Beispiel: er erzählte von dem Tode eines Polizisten in Jerusalem und sagte: Seht, so werden die Juden behandelt! Es ist eine Psychose, wenn er eine Tatsache, die überall passieren kann, auf eine bestimmte Theorie zuspitzt, die in seinen Kram hineinpaßt. Ich will auf den Fall hier nicht näher eingehen, aber ich glaube, daß alle, die aus Palästina kommen, wissen, daß die ganze Sache nichts zu tun hat mit der Leitung der Polizei oder der Haltung der englischen Regierung. Zur Wirtschaftspolitik. Was den großen Komplex von Fragen betrifft, die sich auf Schutzzoll, Steuern etc. beziehen — es sind außerordentlich wichtige Fragen, aber ich glaube, bei allem Respekt, den ich vor dem Kongreß habe, nicht, daß diese Fragen in dieser Versammlung richtig behandelt werden können. Herr Jabotinsky weiß genau, daß wir seit Jahr und Tag die Regierung drängen, um hier gewisse Veränderungen zu erzielen, und ich glaube, der Vorwurf, den man der Regierung machen kann, ist der, daß es zu langsam geht. Aber ich glaube, wenn der gerühmte Judenstaat einmal kommen wird, wird es auch dort eine Admi- 204