Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 236)
- Language
- German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte datsregierung gesagt. Es ist ein Irrtum, wenn ein Redner die Ansicht aussprach, unsere Beschwerden würden unfreundlich aufgenommen. Ich habe während der letzten fünf Jahre andauernd in Ihrem Namen Beschwerden der Regierung gegenüber vorgebracht, und der Großteil meiner Beschwerden fand mehr oder weniger befriedigende Erledigung, allerdings manchmal erst nach langen Verhandlungen. Ich erinnere mich an keinen einzigen Fall, wo eine Beschwerde nur deswegen schlechte Aufnahme fand, weil sie eine Beschwerde war; diese Haltung wäre einer englischen Regierung unwürdig; sie. stünde in Widerspruch zu den Beziehungen, die England zur Zionistischen Organisation als der Jewish Agency offiziell fixiert hat. Natürlich kommt es immer noch auf Ton und Haltung an, und wenn die Exekutive, gemeinsam mit den Industriellen, komplizierte Verhandlungen mit dem Direktor des Handels- und Zoll-Departements führt, so ist es für diese Verhandlungen nicht gerade förderlich, wenn das Organ der Revisionisten in Haifa diesem hohen Beamten Lüge vorwirft. Dies geschah vor ein oder zwei Monaten, und die Industriellen hielten es für recht und billig, diese Beschuldigung zurückzuweisen. Eine grundlegendere Ueberlegung der Frage als nur eine bloß auf Worte gerichtete ist aber notwendig. Was die Bemerkungen von Herrn Grünbaum zu dieser Frage anlangt, so möchte ich sagen: Bei aller Hochachtung für seine glänzende Führerleistung im Kampf um unsere Rechte in einem Lande, wo nur allzu oft ein Bestreben zur Geltung kam, unserer Gemeinschaft die Minoritätsrechte zu bestreiten, die schließlich doch gesetzlich festgelegt wurden, glaube ich nicht, daß die Art, in der er diesen Kampf so rühmlich und erfolgreich geführt hat, auf Palästina anwendbar ist. In Palästina fordern wir mehr als Minoritätsrechte, ja etwas, was sich sogar von den üblichen Majoritätsrechten unterscheidet, nämlich die spezifischen historischen Rechte des jüdischen Volkes in Palästina. Diese Rechte sind durch die Großmächte und den Völkerbund anerkannt und naturgemäß 194