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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 188

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 188 (sequence 230)
Language
German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte Worte soll man nicht benutzen. Aber wir haben nicht angefangen. Wir sind nicht gegen die Arbeiter, ganz im Gegenteil. Amerika versteht die Würde der Arbeit. Nirgends gibt es einen solchen Prozentsatz arbeitender Juden wie in Amerika. Bei uns versteht man, was Schwerarbeit heißt. Aber die zionistische Bewegung ist nicht die Arbeiterbewegung. Sie ist eine Volksbewegung, eine nationale Bewegung, in der die Arbeiter ihren Platz finden, doch können sie nicht beanspruchen, daß man die ganze Bewegung mit ihnen identifiziert. Es muß für alle Platz sein. Eine Volksregierung ist nicht eine Klassenregierung. Wir wollen Chaluzim haben, aber sie dürfen nicht glauben, daß sie allein da sind. Sie allein können Erez Israel nicht bauen. Man muß das ganze Volk haben. Nicht nur für die Arbeiter soll man tätig sein, sondern für alle Klassen. Die Zionistische Organisation muß alle Klassen des Volkes begeistern. Wir wollen Chaluzim nicht nur in der Jugend, sondern in allen Volksklassen, und wir werden sie bekommen, wenn wir arbeiten. Ihr erzählt uns, was Palästina alles nicht kann. Das werden schon unsere Kritiker sagen. Ihr müßt erzählen, was Palästina kann, und Ihr werdet eine Menge Juden haben. Die Arbeiter müssen verstehen, daß sie ein Teil eines großen Ganzen sind. Wir müssen große Arbeit leisten. Die Jewish Agency und die andern Pläne bedürfen eines Programms, eines Programms, für die große Arbeit, die uns gelingen wird, wenn wir alle vereinigt sein werden. Vizepräsident Motzkin übernimmt den Vorsitz. Colonel F. H. Eisch (Mitglied der Exekutive — englisch): Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren! Es ist vielleicht bezeichnend für die heutige Lage in Palästina, daß unsere Generaldebatte bei diesem Kongreß tatsächlich eine General debatte im ursprünglichen Sinne des Wortes war, so daß ich nicht notwendig habe — wie das sonst oft geschieht — namens der Exekutive auf eine Anzahl von Detailfragen über Vorfälle des täglichen Lebens und der Arbeit in Palästina zu antworten. Es war richtig, daß der Kongreß in der gegenwärtigen Lage die allgemeinen Aspekte, die die Krise charakterisieren, und die allgemeinen Ziele, durch die wir diese Krise zu liquidieren hoffen, in Betracht gezogen 188

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