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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 168

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 168 (sequence 210)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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7. Sitzung: Generaldebatte Del. Mrs. Ida Bension (Kanada — englisch): Geehrter Kongreß! Ich bin beauftragt, Sie im Namen der kanadischen Delegation zu begrüßen. Sie ist hier die Vertreterin von 125.000 kanadischen Juden, von denen ein ziemlich bedeutender Prozentsatz Zionisten sind, und zwar Zionisten jener Art, die sehr wenig reden und sehr viel wirkliche Arbeit leisten. Wenn aber hier eine Frau als Vertreterin Kanadas steht, so soll das nicht den Eindruck erwecken, daß unser Zionismus eine Frauen-Angelegenheit ist. Ussischkin, der gerade aus unserem Lande kommt, wird Ihnen berichten, daß dieser Zionismus weit davon entfernt ist, eine Frauen- Angelegenheit zu sein, wenn wir auch zugeben müssen, daß die Kolle, die die jüdische Frau in Kanada spielt, hauptsächlich darin besteht, das zionistische Ideal lebendig zu erhalten. Wie unsere Schwestern jenseits des Ozeans, haben wir einen großen Teil der Bürde der allgemeinen zionistischen Arbeit auf uns genommen. Es ist daher nicht unberechtigt, daß eine Frau Ihnen die Grüße der kanadischen Zionisten überbringt. Ich habe Ihnen zu berichten, daß wir geschlossen hinter Weizmann und der Exekutive stehen, da wir fühlen, daß die großen Erfolge, die wir errungen haben, seiner Führerschaft zuzuschreiben sind und daß die Fehler, die gemacht wurden, Fehler sind, die mit jedem großen Unternehmen verknüpft sind, das aus der Welt der Phantasie in die Welt der Wirklichkeit umgesetzt wird. Wir als eine der ältesten Töchter des Britischen Eeiches können sagen, daß Großbritannien einer jener besorgten Mütter gleicht, deren Kinder so viel Aufmerksamkeit erheischen, daß nur jene, die lärmen, gehört werden, während die schüchternen Gefahr laufen, vernachlässigt zu werden. Ich stimme darin nicht mit Mr. Guedalla überein, daß der einfache Engländer aus dem Volke entweder uninteressiert oder intolerant ist. Auf keiner Straße der Welt kann man die englische Politik häufiger kritisieren hören als in England, und ich wage es zu sagen, daß auf keiner Straße der Welt die Frage eines jüdischen Palästina mit mehr Sympathie behandelt wird als in England. Der Idealismus eines Balfour und eines Wyndham Deedes wird verdoppelt und vertausendfacht in den Städten und Dörfern Englands. Wir haben uns mehr vor den Juden als vor den Nichtjuden auf den Straßen Englands zu fürchten. Wir in anderen Teilen der Welt haben uns immer wieder gefragt, wie es denn um den englischen Zionismus stünde. Ist er in den richtigen Händen? Wird er in richtiger Weise propagiert? Und sollte nicht eine ungeheure Anstrengung gemacht wer- 168

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