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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 36

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 36 (sequence 78)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6521-3482668
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1. Sitzung: Begrüßungen, Präsidentenwahl An ihm ist es, alle die nebenläufigen Sonderbestrebungen und abwegigen Energien zu sammeln und zu vereinigen in einen einzigen, mächtigen, stoßkräftigen Gesamt willen; ihm Richtung zu geben und ihn in ein richtiges Verhältnis zu bringen zu den materiellen Gegebenheiten der realen Mittel. Es gilt alle Zähler auf einen einzigen Nenner zu bringen; es gilt, um eine kurze Formel zu gebrauchen, die beiden Hauptfaktoren, Wille und Kraft, in eine Gleichung zu verwandeln. Eine schwere Verantwortung lastet auf diesem Kongreß. Die Augen der ganzen Welt sind auf ihn gerichtet. Meine Damen und Herren! Wir haben die Ueberzeugung, daß dieser Kongreß seine Aufgabe erfüllen wird. Mut zu dieser Zuversicht gibt uns die Tatsache, daß uns ein gütiges Geschick, das sich schon mehr als einmal gnädig erwiesen, zwei Männer beschieden hat, die das kostbare Erbe eines Herzl und Nordau in treue Obhut genommen, es bewahren und mehren. Voll Vertrauen schauen wir zu ihnen empor, die ihre ganze Kraft, ihr reiches Können, ihr ganzes Leben für unsere große Sache einsetzen. Ihnen, beiden, Dr. Chaim W e i z m a n n und Nahum Sokolow, gilt vor allen anderen der Gruß, das begeisterte „Hedad" der Basler Zionisten. Dem Kongresse aber wünschen wir von ganzem Herzen ein gutes Gelingen! Wichtige Entscheidungen wird er zu fällen haben; es gilt organisatorische, ökonomische und politische Fragen von entscheidender Bedeutung zu lösen. Der Kongreß geht an die Arbeit! Mögen seine Beratungen von einem friedlichen, versöhnenden Geiste getragen sein; die Argumente brauchen deswegen nicht weniger kritisch, die Gründe nicht weniger tief, die Entscheidungen nicht weniger bedeutungsvoll und treffsicher auszufallen. Diese Tagung möge erweisen, daß diejenigen Unrecht haben, die da glauben, es wäre an der Zeit, den Kongreß als überlebt zu beseitigen oder zu bagatellisieren. Aufs neue soll sich das Wort erhärten, »das der Schöpfer des Kongresses vor dreißig Jahren hier gesprochen hat. Dieses Wort, mit dem ich, meine Damen und Herren, schließen möchte, lautet: „Und unser Kongreß soll ewig leben, nicht nur bis zur Erlösung aus der alten Not, sondern nachher erst recht. Heute sind wir hier auf dem gastlichen Boden dieser freien Stadt, und wo werden wir übers Jahr sein? Aber wo wir auch seien und wie lange unser Wenk bis zur Vollendung dauere, unser Kongreß sei ernst und hoch, den Unglücklichen zum Wohle, Niemandem zu Trotz und allen Juden zur Ehre und würdig einer Vergangenheit, deren Ruhm 36

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