Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 66)
- Language
- German, English, Hebrew
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1. Sitzung: Eröffnung, Begrüßungen Pflicht der Gegenwart, das Erbe unverkürzt der Zukunft zu überantworten, dem Kongreß seinen ursprünglichen historischen Sinn zu wahren, die temporäre Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse durch Tüchtigkeit, Ausdauer, Charakterstärke und größeren Opfersinn zu besiegen. Das Mißlingen eines wirtschaftlichen Planes hat immer etwas Schmerzhaftes, es wirkt aber verschieden. Der Schwache gelangt dadurch in eine Gereiztheit, der Starke tritt wohl einen Schritt zurück, behält aber das Ziel fest im Auge und sieht, auf welchem anderen Wege er es erreichen kann. Aus der Unbefriedigtheit müssen sich stärkere Kraftanstrengungen erheben. Wir hoffen zuversichtlich, daß das jüdische Volk seine ganze Kraft in begeisterter Hingabe in den Dienst seiner großen Sache, einer Sache der Menschheit, der Zivilisation, einer Sache seiner Rettung und seiner Ehre stellen wird. Wir müssen und werden Erez Israel weiterbauen, bis es zu einem großen und wirklichen Nationalen Heim wird. Wir werden dafür jedes Opfer bringen und jede Kraftanstrengung vollführen. In diesem Geiste müssen die verschiedenen Parteien und Richtungen im Zionismus, ja, im ganzen jüdischen Volke, unzertrennlich verknüpft sein. Unser einmütiges Zusammentreten, unser unbeugsamer Wille wird den Sieg im Kampf der Arbeit bringen. Das walte Gott! (Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) Präsident Weizmann: Geehrter Kongreß! Ich habe Ihnen mitzuteilen, daß der Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Herr Josef Motta, in einem Entschuldigungsschreiben bekanntgegeben hat, daß er unserer Eröffnungssitzung zu seinem Bedauern nicht beiwohnen könne, da er anläßlich der Sitzung des Völkerbundes am 3. September zu sehr beschäftigt sei. Es ist mir eine angenehme Pflicht, im Namen des Kongresses die anwesenden Gäste zu begrüßen: Herrn Dr. Wenk, Präsidenten des Regierungsrates des Kantons Basel-Stadt (lebhafter Beifall), den Präsidenten des Großen Rates des Kantons Basel-Stadt (Beifall), den Statt- 24