Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 631 (sequence 642)
- Language
- German, English, Hebrew
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Barth, Kaplan, Feldstein, Rosenbläth Delegiertex Moses Feldstein (hebräisch): Geehrter Kongreß, ich bitte Sie, folgende Resolution anzunehmen: In Anbetracht der nationalen and kulturellen Bedeutung des Waad Halaschon in Jerusalem, der darüber zu wachen hat, daß die Erneuerung der hebräischen Sprache entsprechend dem hebräischen Geiste und der Reinheit der Sprache vor sich geht, fordert der Kongreß die zionistische Exekutive auf, den Waad Halaschon wieder ins Leben zu rufen und ihn moralisch und materiell zu fördern. Vorsitzender Vizepräsident Kaplan: Da wir beschlossen haben, all diese Resolutionen der Exekutive als Material zu übergeben, werden wir auch diese Resolution der Exekutive überweisen. Nunmehr haben wir über alle Resolutionen der Erziebung&komimission abgestimmt und sind damit zu Ende. Herr Dr. Rabin will eine Erklärung abgeben. Delegierter Dr. Rabin (hebräisch): Geehrter Kongreß! Nachdem wir die Verhandlungen über die Fragen der Erziehung und der Universität abgeschlossen haben, möchte ich dazu noch eine Schlußbemerkung machen. In der Erziehungskommission wurde beschlossen, die Resolution über die Universität ohne Debatte dem Kongreß vorzulegen, und daraufhin hat der Misrachi erklärt, daß er nur unter dieser Bedingung zwar dagegen stimmen, aber keine Debatte führen werde. Wir haben keinen andern Antrag gestellt. Wir sind nicht verantwortlich für das Amendement Rabbi Usiels. Dieses Amendement hat er selbst aus eigener Initiative, da ihm die Sache so nahegeht, gestellt. Und ich frage nun, wie man auf einem zionistischen Kongreß solche Dinge mit Worten wie Farce" und „Lächerlichkeit" bezeichnen kann? Solche Worte verletzen das religiöse Empfinden, und es war unserer Meinung nach die Pflicht des Vorsitzenden, für diese Worte eine Rüge zu erteilen. Vorsitzender Vizepräsident Kaplan: Ich habe eine entsprechende Erklärung abgegeben, und wir sind dann zur Tagesordnung übergegangen. Nunmehr wird der Bericht der Kommission für städtische Kolonisation erstattet werden. :Das Wort hat Herr Felix Rosenblüth. (Vizepräsident Motzkin übernimmt den Vorsitz.) Berichterstatter der Subkommission für städtische Siedlung, Delegierter Felix Rosenblüth: Geehrter Kongreß! Ich habe nicht die Absicht, wie mein Bruder über Alijah zu referieren, sondern möchte Ihre Aufmerksamkeit auf ein neues Thema, die städtische Kolonisation, lenken und habe Ihnen im Namen der Kolonisationskommission einige Anträge zu unterbreiten. Ich will Ihnen mit Rücksicht auf die vorgerückte Stunde und im Hinblick darauf, daß die Anträge der Kommission fast einstimmig oder mit großer Majorität angenommen wurden und auch deswegen, weil diese Resolutionen Fragenkomplexe betreffen, die in der zionistischen Oeffentlichkeit hinreichend bekannt sind, ausführliche Begründungen ersparen und gehe sofort dazu über, diese Resolutionen vorzulesen. Ich mache darauf aufmerksam, daß diese Resolutionen Budgetposten enthalten. Diese Budgetposten stimmen mit den Posten überein, die Ihnen nachher die Budgetkommission vorlegen wird. Sollten sich trotzdem Abweichungen ergeben, so wird festgestellt werden müssen, daß die Ziffern der Budgetkommission maßgebend sind. 63t