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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 628

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 628 (sequence 639)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6338-3482484
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17. Sitzung: Bericht der Erziehungskommission großen Universität, als die wir unsere Universität doch sehen wollen, würdig sind, dann ist es ja nicht anders möglich, als daß wir eine Provinzuniversität haben. Ich bitte auch nicht für einen Moment anzunehmen, daß wir damit das Ansehen Palästinas herabsetzen wollen, denn das Ansehen und die Ehre Palästinas sind uns allen teuer. Vorsitzender Vizepräsident Kaplan: Wir gehen zur Abstimmung über. Wir haben über jede Resolution besonders abzustimmen. Zum Antrage 10 (siehe oben Seite 024) gibt es gar keine Amendements. (Nach Abstimmung:) Der Antrag 10 ist angenommen. Wir kommen nun zuim Antrag 11. Es gibt zwei Amendements zu dieser Resolution. Ein Amendement des Herrn Yellin, die Exekutive solle dahin wirken, daß der Sitz des Kuratoriums in Palästina sei, und ein Amendement des Herrn Jabneeli, die Exekutive zu verpflichten, Palästina als Site des ausführenden Verwaltungsewisschusses festzusetzen, gleichgültig, ob sich das Kuratorium in Palästina oder im Auslande befinden wird. (Zwischenrufe.) Die Kommission schlägt vor, zuerst die Amendements zur Abstimmung zu bringen. Zunächst also das Amendement Jabneeli. (Nach Abstimmung:) Das Amendement Jabneeli ist abgelehnt. Jetzt kommen wir zum Amendement Yellin. (Nach Abstimmung:) Das Amendement Yellin ist abgelehnt. Ich werde also nun den Antrag 11 in -der Fassung der Kommission (siehe oben Seite 624) zur Abstimmung bringen. (Nach Abstimmung:) Der Antrag 11 ist angenommen. Jetzt kommen wir zum Antrag 12 (siehe oben Seite 624. Hierzu liegt ein Amendement Rabbi U s i e 1 s vor, nach dem Worte „Lehrfreiheit" die Worte „auf Grund der Thora und des Glaubens" einzufügen. Delegierter Dr. N. Goldmann: Geehrter Kongreß! loh bitte diese sogenannte kleine Abänderung abzulehnen, denn sie macht den ganzen Antrag zu einer Farce. Ich glaube, auch der Misrachi muß zugeben, daß die Resolution, die hier im Namen der Kommission beantragt wurde, eine überaus gemäßigte ist. Wenn wir von dem jüdischen Geist sprechen, den die Kulturgüter der Gegenwart und der Vergangenheit verkörpern, so haben wir es doch getan, um diese Tradition festzuhalten. Wir wollen den jüdischen Geist in allen seinen Manifestationen in der Universität haben. Wer gegen diese Resolution ist, macht den Versuch, an der ersten hebräischen Universität des jüdischen Volkes das uneingeschränkte Gesetz der Lehrfreiheit zu unterbinden. Diese Tendenzen sind vorhanden, und solche Versuche sind gemacht worden und werden dauernd gemacht. Wer gegen diese Resolution ist, vermehrt diese Versuche. Der Kongreß hat die Pflicht, diesen Versuchen entgegenzutreten. Das, was Herr Rabbiner Usiel beantragt, macht das ganze zu einer Lächerlichkeit. Es gibt keine Lehrfreiheit auf Grund von vornherein festgelegten Prinzipien. Ich bitte Sie, den Antrag der Kommission ohne jede Abänderung des Wortlautes anzunehmen. Berichterstatter Dr. Thon (hebräisch): Meine Herren, ich möchte Ihnen mitteilen, daß wir in der Kommission mit den Mitgliedern des Misrachi zu einem Kompromiß gekommen sind. Fast alle von ihnen verlangten Aenderungen der Resolution haben wir durchgeführt. Aber :worauf haben wir bestan- 628

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