Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 614 (sequence 625)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Bericht der Immigrationskommission Vorsitzender Vizepräsident Kaplan: Bitte den Antrag ins Hebräische und Englische zu übersetzen (geschieht). Mitglied des Actions-Coniitgs Samuel Landau (jüdisch): Gerhrter Kongreß, ich werde Ihnen einen Vorschlag unterbreiten, aus dem klar zu ersehen ist, daß, wie der Berichterstatter der Kommission sehr richtig bemerkt hat, der Vorschlag gewissermaßen absurd ist, wenn man den ersten Teil betrachtet. Er schlägt vor, alle möglichen Organisationen anzuerkennen, darunter sogar solche, die noch nicht bestehen und erst geschaffen werden müssen. Der zweite Teil besagt, daß man eine unparteiische Chaluzorganisation gründen soll. Es ist allgemein bekannt, daß die Chaluzorganisation, die seinerzeit als unparteiische Organisation gegründet wurde, jetzt einer gewissen politischen Richtung angehört, und zwar der linken Gruppierung innerhalb der Zionistischen Organisation. Ein großer Teil der Chaluzim, die deswegen in die Hechaluz-Organisation nicht eintreten konnten, war gezwungen, sich separat zu organisieren. Der Hechaluz Hamisrachi ist schon von der Organisations-Kommission anerkannt worden. Auch hat sich jetzt in Polen bei der dortigen allgemeinen Zionistischen Organisation der „Hechaluz Hamerkasi" gebildet, und es ist deshalb vorgeschlagen worden, dem Hechaluz Hamisrachi und dem Hechaluz Hamerkasi dieselben Rechte, wie sie die allweltliche Ghaluzorganisation hat, zuzuerkennen. Als dieser Beschluß gefaßt wurde, haben die Gegner der Anerkennung dieser Organisation ein Amendement nach dem anderen eingebracht, und um die Sache ganz ad absurdum zu führen, haben sie sogar ein Amendement vorgeschlagen, welches schon jetzt die Anerkennung derjenigen Organisationen verlangt, die noch gar nicht bestehen, sondern eventuell gebildet werden könnten. Ich schlage deshalb vor, über jede Organisation gesondert abzustimmen. Mitglied des Actions-Comitäs Israel Mereminski (jüdisch): Entweder oder! Entweder ist der „Hapoel Hamisrachi", der im Misrachi verblieben ist und den „Hechaluz Hadati" geschaffen hat, der Meinung, daß jede Chaluzorganisation dieselben Rechte wie der Welthechaluz haben soll, dann muß jeder Partei und jeder Gruppe die Möglichkeit gegeben werden, Chaluzorganisationen zu gründen und dann werden alle die Gruppen anerkannt werden müssen. Unserer Meinung nach dürfen wir, wenn wir auch vorher einen Fehler begangen haben, nicht weiter gehen. Und wir verstehen deshalb nicht, warum die Zeire Misrachi, die jetzt für die Arbeiterrechte eintreten, nicht auch ihre Genossen vom Zeire Misrachi und Hechaluz Hamisrachi, die in der Histadruth organisiert sind, verteidigen. Worum handelt es sich? Mit Unterstützung des Misrachi die Hechaluz-Organisation, deren Aufrichtung so viel Mühe gekostet hat und die eine glänzende viel jährige Tradition in Polen und in allen anderen Ländern hinter sich hat, zu zerstören. Ihr habt doch nicht die Leistungen des Hechaluz aufzuweisen, aber ihr fordert dieselben Rechte. 614