Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 595

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 595 (sequence 606)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3476254-3476282--6305-3482451
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Rösenblüth, Mereminski, Weizmann derungssteuer an die Regierung entrichten müssen. Die einwandernden Arbeiter müssen von dieser Steuer befreit werden. Kongreßsekretär Dr. Löwenstein: Der PermanenzausschiTiß tritt sofort zu einer Sitzung zusammen, die politische Kommission tritt sofort zu einer Sitzung zusammen', letztere im Präsidkimzimmer. Die Sitzung wind bald für eineinhalb Stunden unterbrochen werden. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Die Kommission hat sich dem Antrag MereminsMs auf Streichung des Wortes „ Visagebühren'1 angeschlossen; dagegen besteht noch ein Unterschied: in dem einen FaJle ist die Rade von einer „weitgehenden Reduzierung", in dem anderen Falle ist die Rede von der „Aufhebung". Wir wollen daher, da die „Aufhebung" das weitergehende ist, erst über das Amendement Mereminsikis über die „Aufhebung" abstimmen. (Nach Abstimmung:) Dos Amendement ist angenommen. Dann bleibt der Antrag der Kommission in dieser geänderten Form. Wer ist jetzt für den so geänderten Antrag der Kommission? (Nach der Abstimmung:) A n - genommen. Herr Dr. Weiamann hat um das Wort gebeten. Ich erteile ihm das Wort. Präsident der Zionistischen Organisation Dr. Weizmann (mit lebhaftem Beifall empfangen): Geehrter Kongreß, meine Damen und Herren! Verzeihen Sie, daß ich mir erlaubt habe, den Gang der Geschäfte zu unterbrechen. Es liegen zwingende Gründe, über die ich keine Kontrolle habe, vor, die mich veranlassen, heute abzureisen. Ich werde zu meinem Bedauern den Kongreß in einigen Minuten verlassen. Ich bin mir bewußt, daß einige Fragen noch ungelöst sind. Aber ich glaube, ich habe die feste Ueberzeugung, daß die Zusammensetzung der Exekutive und die noch strittigen Fragen sich auf dem besten Wege zur Erledigung befinden. Ich bin auch überzeugt, daß das Präsidium des Kongresses alles dazu beitragen wird, damit die Fragen, die, wie ich hoffe, nicht mehr die Schärfe haben, die sie vor drei Tagen hatten, in würdiger Weise ihre Erledigung finden. Herr Sokolow war so freundlich, in dieser Frage auch für mich zu handeln und das zu tun, was sonst vielleicht ich getan hätte. Wenn ich mich jetzt von dem Kongreß verabschiede, so geschieht es mit dem Wunsche, daß er zu einem guten, baldigen und würdigen Ende kommt. Ich hoffe, daß es noch heute gelingt, den Kongreß zu beschließen, und will jetzt nicht Ihre Zeit in Anspruch nehmen, um eine Schlußrede zu halten. Ich will nur sagen: der Kongreß hat gestern einen schicksalsschweren Beschluß gefaßt, der sich auf die Jewish Agency bezogen hat. Es sind viele Einwände 38* 595

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.