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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 591

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 591 (sequence 602)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6301-3482447
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Florentin, Szkolnik, Schmorak Delegierter Florentin: Wenn unser Amendement in der jetzigen Form nicht angenommen werden sollte, dann können wir den Wortlaut ändern, so daß es heißt, daß die Kolonisierung der Sephardim laut den Beschlüssen der Exekutive vor sich gehen soll. Aber es muß ein prinzipieller Beschluß gefaßt werden, der die Notwendigkeit der landwirtschaftlichen Ansiedlung der Sephardim fordert. Wir wollen nicht die eine Siedlung vor der andern bevorzugen, aber wir wollen auch nicht benachteiligt werden. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ich bringe jetzt das Amendement des Herrn Florentin (siehe oben Seite 590) zur Abstimmung. (Nach Durchführung der Abstimmiung:) Abgelehnt. Jetzt kämmt gleich der Antrag. Herr Dr. Löwenstein, lesen Sie bitte den Antrag in der Fassung der Kommission (siehe oben Seite 587) vor. Kongreßsekretär Dr. Löwenstein (verliest den Antrag). Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ich kann Ihnen nur folgendes mitteilen: Es ist dies ein Vorschlag der Koionisationskonwnission, der, wie mir berichtet wird, auch von der Baidgetkoanmission angenommen wurde. Da wir aber erst den Bericht der Budgetkommission abwarten müssen, wird die Frage bis dahin zurückgestellt. (Zahlreiche Zwischenrufe. Lärm.) Meine Herren, das ist ein unmöglicher Zustand. Ich bitte folgendes zu beachten: Ich habe diese Abweichung zuerst deshalb zugelassen, weil es eine prinzipielle Frage war, die wir vorher erledigen wollten, ohne daß wir irgendwelche Mißverständnisse erwecken wollen. Wenn das aber in dieser Weise geschieht, wie das zuletzt der Fall gewesen ist, so stellen wir die Frage zurück. Stellvertretender Vorsitzender des Permanenzausschusses, Mitglied des Actions-Comites Hermann Struck: Der Permanemzausschuß tritt jetzt sofort zu einer Sitzung zaisatmmeu,. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Das ist sehr bedauerlich, denn dadurch weriden wir in der Arbeit behindert. (Zwischenrufe.) Herr Dr. Schmorak, ich kann Ihnen nicht helfen, der Kongreß hat zugestimmt, daß sämtliche Buidgetfragen durch die Budgetlcommission gehen und von der Biuidgetkommiission hier eingebracht werden. Der Sinn der Sache ist folgender gewesen: Wenn jede Kommission mit Baiidgetanträgen kommt — Sie wissen, was aus der Sache entsteht. Die Budgetkommission hat dagegen einen Ueberblick über die gesamten Budgetposten. Das war der Sinn. Bei der Budgetdebatte werden wir vielleicht Vertreter der Kolonisationskommission über Ihre Punkte sprechen lassen und bei der Gelegenheit wenden Sie Ihre Vorschläge wieder vorbringen. Damit ist dieser Punkt erledigt. Herr Loc/ker, zur Geschäftsordnung! Delegierter Berl Locker: In Anbetracht dessen, daß jetzt der Permanenzausschuß eine Sitzung abhält und auch andere wichtige Kommissionen tagen, stelle ich den Antrag, jetzt im Plenum eine Pause eintreten zu lassen. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ich glaube, daß wir in unseren Arbeiten fortfahren müssen. Ich be.daure sehr, Ich halte es für verfehlt, daß Sitzungen von Kommissionen und selbst des Penmanenizausschusses hier angekündigt werden, von denen es heißt, daß sie gleichzeitigmit dem Kongreß stattfinden. Ich setze voraus, daß der Permanenzausschuß nur eine kurze, außerordentliche Sitzung einberufen will. Und im übrigen: keine Debatte — der Permanenzausschuß tagt doch, ob wir wollen oder nicht. Meine Herren, wir können keine Rücksicht auf irgendwelche Kommissionen nehmen, 'Wir müssen vorwärts kommen, damit wir heute noch fertig werden. (Beifall.) Das Wort hat der Referent der Immigrations-Kommission, Herr Dr. Ro-senblüth. 591

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