Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 570 (sequence 581)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Bericht der Organisationskommission Delegierter J. Idelsohn (jüdisch): Geehrter Kongreß, es ist hier ein Vorschlag gemacht worden, daß das Actions-Comite das Recht haben sollte, für Palästina und Rußland einen niedrigeren Schekelpreis festzusetzen. Zu dieser Frage möchte ich einige Worte sagen. Zunächst, was Palästina anbetrifft, ist folgendes zu sagen. Warum wollen wir eigentlich den Schekelpreis erhöhen? Was wollen wir damit erreichen? Wir wollen, daß die Sache ernster betrachtet wird und daß es sich nicht wie bisher darum handelt, nur einige Groschen für den Schekel auszugeben und sich sonst nicht mehr um den Zionismus zu kümmern. Wir wollen, daß mit dem Kauf des Schekels auch eine engere Beziehung zur gesamten zionistischen Arbeit und zur Zionistischen Organisation geschaffen wird, und das sind die Gründe der Erhöhung des Schekelpreises. Wenn es sich aber um die Juden Palästinas handelt, so ist es von vornherein klar, daß sie schon ihrer Stellung wegen in einem solch hohen Maße mit unserer Sache eng verbunden sind, daß es sich bei Ihnen gar nicht darum handeln kann, durch eine Erhöhung des Schekelpreises eine Festigung ihrer Beziehungen zur Zionistischen Organisation zu erzielen. Andererseits ist es auch allen klar, daß wir speziell der jüdischen Arbeiterschaft, die auch sonst viele Lasten, welche mit dem Aufbau Palästinas zusammenhängen, zu tragen hat, keine neuen materiellen Lasten aufbürden können. Nun zu Rußland. Es ist klar, daß man in dem Lande, in welchem schon der Kauf des Schekels — vom Verkaufe gar nicht zu reden — eine Gefahr darstellt, da man eine Strafe der Behörden zu gewärtigen hat, der Verbreitung des Schekels keine Schwierigkeiten bereiten darf. Der Preis muß so festgesetzt werden, daß die Möglichkeit besteht, nicht über den Preis und die paar Kopeken zu debattieren, sondern über den Anschluß an unsere Organisation und die Bedeutung unserer Bewegung. Denn dieses ist sehr wichtig. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Es ist ein Antrag da, daß man Palästina und Bußland ausschließen soll von -der Sehekelerhöhiung, das heißt, daß dort der Schekel billiger sein «oll. Wer dafür ist, daß in Palästina und Rußland auch derselbe Schekel sein soll, .das heißt, daß man den betreffenden Pasus des Kommissiomisantrages streichen soll, den bitte ich die Hand zu heben,. Der Antra» lautet, das war ganz klar, daß man keinen Unterschied machen soll. Wer dagegen ist, das heißt, wer dafür ist, daß man in Palästina eine andere Besteuerung geben soll, den bitte ich die Hand zu heben. Ich glaube, die Majorität ist gegen dein Antrag der Kommission. Dazu schlägt Herr Oloaiska ein Amenideanent vor, daß für den Jemen, wo ganz besondere Verhältnisse sind, eine ebensolche Ausnahme gemacht werden soll wie für Palästina und für Rußland. Ich lasse darüber abstimmen. (Nach der Abstimmung:) Das Amendement Olouska ist a n genommen. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Jetzt gelangt der Antrag der Kommission aur Abstimmung.. Der Antrag 4 der Kom mission (siehe oben S. 569) ist (mit dem Amendement Glouska) angenommen. 570