Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 547

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 547 (sequence 558)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476282--6257-3482403
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Goldmann, Hindes über den Kopf großer Länder hinweg die Agency konstituiert. Ich verlese das nächste Amendement zur Resolution 4. Das Amendement lautet: „Die in Resolution 3 erwähnte Verfassung soll eine Bestimmung enthalten, derzufolge die Mitglieder des Council sich nicht durch Stellvertreter in den Sitzungen desselben vertreten lassen dürfen." Wir verlangen, daß die Mitgliedschaft des Council eine höchst persönliche ist. Es gibt ja auch im Parlament keine Stellvertretungen. Wenn wir, verehrter Kongreß, der Ansicht sind, daß diese Kreise, die Repräsentanten der jüdischen Organisationen und Gemeinschaften, eingeladen werden müssen, dann sollen die Herren zu der einjährigen Sitzung des Council persönlich erscheinen, und wir wollen nicht, daß wir, wenn die Vertreter erscheinen, vor Ueberraschungen gestellt werden können. Ich darf ein Wort dazu noch sagen: Es wurde vorhin gesprochen von Baron Edmund Rothschild und von der Administration des Barons Rothschild vor Jahrzehnten in Palästina. Das möge Ihnen beweisen, welch ein Unterschied bestehen mag zwischen Repräsentanten nichtzionistischer Judenheit mit rechtlichen Tendenzen und sogenannten Vertretern. War wollen, wenn wir die Herren bei uns haben, die Herren selbst bei uns haben (Mitglied des A. C Stricker: Und nicht ihre Lakaien, ihre Bedienten!), aber nicht irgendwelche Beamten oder irgendwelche Vertreter. (Zwischenrufe, Beifall.) Ich bitte, diese drei Amendements anzunehmen, durch die eine Garantie dafür geschaffen wird, daß das, was Sie zu einem großen Teile selbst wollen, tatsächlich in der Agency zum Ausdruck und zur Durchführung gelangen wird. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Liegen die Anträge schriftlich vor? Herr Dr. Hindes hat gegen einen Teil der Amendements das Wort. Delegierte! Di. Matthias Hindes (jüdisch): Alle hier unterbreiteten Amendements mit Ausnahme des Amendements Ben Gurions mit Bezug auf die Gewerkschaften sind auch der Politischen Kommission unterbreitet worden. Die Politische Kommission hat aber alle Amendements abgelehnt, und zwar meiner Meinung nach aus folgenden Gründen: 1. Ben Gurion schlägt vor, in Besolution 1, Punkt b) die Worte „soweit als möglich" zu streichen. Es heißt dort, daß die Wahlen in den Jewish Council soweit als möglich auf demokratischer Basis vor sich gehen sollen. Bezeichnend für die Intention der erwähnten Resolution ist die Tatsache, daß sie von einem Mitgliede der Hitachduth redigiert wurde. Prinzipiell haben wir uns gar nicht von der Absicht leiten lassen, die Möglichkeit demokratischer WTahlen zu verhindern, und all die bis jetzt getroffenen Vereinbarungen gehen von dem Gesichtspunkte aus, aber wir müssen nicht nur mit unseren 35* 547

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.