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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 507

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 507 (sequence 518)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6217-3482363
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Sokolow Wir beginnen jetzt unsere Städte in Erez Israel zu beleuchten. Wir wollen in Sicherheit in unseren Häusern wohnen. Wir fürchten vor den Gefahren der finsteren Straßen. Aber vergessen wir nicht, daß die Gefahr noch größer ist, wenn der menschliche Geist in Finsternis versunken ist. Die Menschengeister sind wie die Straßen und die offenen Wege da gibt es Wanderer, Durchgänger, gute und schlechte, da gibt es auch gefährliche Besucher; ein böser Gedanke ist wie ein Nachträuber, er sucht das Dunkel. Machet Licht überall, lasset nicht die dunkeln Schlupfwinkel des Menschengeistes zurück, wo das Laster brütet, wo sich die Lüge versteckt und der Irrtum verschanzt. Die Unwissenheit ist ein Nebel, in dem das Böse nistet. Sorget nicht nur für die Beleuchtung der Straßen, sorget auch für die Beleuchtung der Geister! (Begeisterte Zurufe.) Wahret das heilige Feuer der Thora! Das sage ich besonders unserem Misrachi: Nicht durch Beschlüsse und Resolutionen allein, sondern kraft des Thorawissens werdet ihr Einfluß üben (Bravorufe). Das Licht allgemeinen und jüdischen Wissens, meine Herren, das Licht der hebräischen Sprache, wenn tausende von Kindern, wenn ganze Generationen sich desselben Ausdrucks mittels derselben Sprache und desselben Geistes bedienen und in derselben Sprache sprechen, denken und träumen werden — was für Frieden, welche Ruhe, welche Uebereinstimmung der Geister kann das mit sich bringen und in welch hohem Maße ist das geeignet, unsere erhabenen Ideale in Erez Israel zu verwirklichen! Meine Herren! Der tiefere historische und politische Sinn des Nationalheims in Erez Israel liegt in dem Bestreben, daß wir dort eine Volkspersönlichkeit sein und als solche gelten. Ich sage sein und gelten. Es ist ein großer Nachteil, wenn man etwras ist und nicht eine diesem Sein entsprechende Geltung erlangt; aber es ist noch viel schlimmer, ja, es ist trostlos, etwas zu gelten, was man nicht in der Wirklichkeit ist. Das Gelten bezieht sich auf die Beziehungen nach außen: Anerkennung, 507

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