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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 495

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 495 (sequence 506)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6205-3482351
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Sokolow man uns in jenen Kreisen, in denen wir für unsere Sache kämpften, sagte: Unglücksmenschen, ihr habt doch keine Sprache, wie wollet ihr als Nation anerkannt werden? — dann antworteten wir: ja, wir haben eine Sprache, eine alte, reiche Sprache, die ein wenig in Vergessenheit geraten ist, aber die jetzt wieder aufblüht und eine sich vielseitig entwickelnde Literatur aufzuweisen hat. Wir müssen also, wie Sie sehen, auch die eminent politische Bedeutung der Wiederbelebung der hebräischen Sprache in Betracht ziehen. Ich frage nun, hat das die Luft in Erez Israel gemacht — nach einem talmudischen Aphorismus übt auch die palästinensische Luft einen aufklärenden Einfluß aus — aber hat denn die Luft allein dies zustande gebracht? Oder taten es die Kinder selbst? Oder gar die Einwanderer, die wie die „Bilu" oder andere als kleine Gruppen ins Land kamen? War das ein Zufall oder ein Werk bewußter Anstrengung, die auf ein Ziel gerichtet ist? Wir müssen auf diese Fragen näher eingehen und feststellen, wer diese große Leistung vollbrachte. Wenn wir nun in Palästina diese wunderbare Erscheinung beobachten können, daß jeder Tourist, der ins Land kommt, sogar die Ungebildetsten unter ihnen, die nicht einmal ein hebräisches Wort kennen, voll Begeisterung und Bewunderung für diese Leistung sind, dann müssen wir uns doch die Frage stellen, wer das vollbracht hat. Und wenn wir nun objektiv diese Frage beantworten wollen, dann müssen wir sagen: Das ist hauptsächlich die Leistung des hebräischen Lehrers in Erez Israel, das ist sein Werk! (Lebhafter Beifall.) Es mußte sein Werk sein, denn eine wohlgeordnete Schule kann nicht bestehen ohne Spracheinheit und eine Erziehung ist ohne Sprache unmöglich; ohne Nationalsprache gedeiht weder eine Volksschule noch eine höhere Schule. Die Geschichte aller Jahrhunderte bekundet, wie wirksam das Band des Judentums durch die Kenntnis und den Gebrauch der hebräischen Sprache befestigt wird. Alle daher, die ein warmes Herz und ein Verständnis haben für die ewigen Güter, welche unser 495

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