Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 467 (sequence 478)
- Language
- German, English, Hebrew
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Goldberg, Barth, Katzenelson „Der Kongreß nimmt den Bericht der Exekutive zur Kenntnis. Der Kongreß drückt seine Anerkennung aus für die Führung der politischen Geschäfte und verzeichnet mit Genugtuung die große Förderung, die die Bewegung durch die Eröffnung der hebräischen Universität erfahren hat." (Delegierter Goldberg gibt die englische, hebräische und jüdische, Kongreßsekretär Dr. Löwenstein die französische Uebersetzung.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Nach unserem. Usus können Deklarationen dazu kämmen. Als Vertreter des Misrachi hat Herr Dr. Barth das Wort. Kongreßanwalt Dr. Ahron Barth: Im Namen der Föderation M i s r a c h i habe ich die Ehre, folgendes zu erklären: Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat die Kongreßbeschlüsse, die auf eine Besserung der religiösen Verhältnisse in Palästina hinzielen, ihrer Verwirklichung noch immer nicht näher gebracht. In zahlreichen Siedlungen, Kwuzoth und Institutionen in Erez Israel herrscht derselbe Geist der Verneinung gegenüber den Heiligtümern Israels. Das Verhalten der Exekutive gegenüber den im Misrachi organisierten Chaluzim und Arbeitern läßt die bescheidensten Forderungen nach Gleichberechtigung außer Acht. Aus allen diesen Gründen sieht sich der Misrachi nicht in der Lage, den Bericht der Exekutive zur Kenntnis zu nehmen, sondern wird sich der Abstimmung über die Entlastung enthalten. Vizepräsident Meyer Berlin (übersetzt die Erklärung ins Hebräische). Mitglied des Actions-Comites Dr. Abraham Katzenelson (hebräisch, dann dasselbe deutsch): Im Namen der Delegation der Arbeitspartei Hitachduth habe ich dem Kongreß folgende Erklärung vorzulegen: Unsere allgemeine Beziehung zur politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Tätigkeit der zionistischen Leitung hat ihren Ausdruck in den Aeußerungen unserer Vertreter in der Generaldebatte gefunden. Die Delegation Hitachduth sah es als richtig an, dem Permanenzausschuß die Abschaffung der bisherigen Gepflogenheit des Vertrauens- oder Mißtrauensvotums an die Exekutive vorzuschlagen, da dieselbe in den Verhältnissen des zionistischen Kongresses nicht begründet ist, der die Aufgabe hat, jedesmal eine neue Leitung zu wählen. Dieser Vorschlag hat aber nicht die Zustimmung des Permanenzausschusses gefunden. Mit den Grundlinien der politischen Tätigkeit der Leitung einverstanden, können wir doch nicht die Augen verschließen vor den Rückschlägen der zionistischen Politik im Verlauf der letzten Periode wie auch vor der Tatsache, daß unsere finanzielle Leitung nicht die genügende 30*