Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 465 (sequence 476)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sprinzak dem Aufbauwerke in Palästina zu beklagen. (Zwischenrufe.) Ich weiß nicht, was mir von den Delegiertenreihen zugerufen wird. Ich habe schon früher darum ersucht, daß man von der Rednertribüne aus die nötigen Beweise dem Kongreß vorlege. (Zwischenrufe.) Das für die misrachistischen Arbeiter bestimmte Budget ist von einer anderen Seite in Anspruch genommen wrorden. Ich erkläre hiemit, daß die bestandenen Schwierigkeiten keinesfalls auf die Haltung der Arbeitergruppen zurückzuführen sind. Auch Herr Fishman aus Amerika hat von hier aus über die ungerechte Behandlung geklagt, besonders in der Frage der 2000 Pfund, die für die Handwerkerbank längst bewilligt waren, ungerechtfertigter Weise aber eine längere Zeit zurückgehalten wurden. (Zwischenrufe.) Insbesondere hat Herr Fishman diese Haltung auf die Tendenz, nur die linken Elemente zu berücksichtigen, zurückgeführt. Ich möchte Herrn Fishman ersuchen, sich in der Frage ein wenig Mühe zu geben und die Tatsachen zu prüfen; dann wird er zur Ueberzeugung kommen, daß gerade diejenigen Kreise, die im schärfsten Gegensatz zur Linken stehen, Schwierigkeiten bereitet haben. Ich will mich auf diese Bemerkungen beschränken. Meine Zeit ist knapp begrenzt, und der Angelegenheiten gibt es sehr viele. Ich möchte nur als verantwortliches Mitglied der Exekutive im Laufe der letzten zwei Jahre, der auch für die angebliche Parteilichkeit verantwortlich gemacht wird, folgendes erklären: Wenn der jemenitische und der religiöse Arbeiter wie auch der Handwerker in ihrer Arbeit nicht unterstützt wurden, dann geschah dies einerseits wegen unserer materiellen Bedrängnis, andererseits aus Gründen, die weder bei den Arbeitern noch bei den fortschrittlichen Gruppen zu suchen sind. Die in dieser Beziehung störenden Momente sind viel eher in den antidemokratischen Reihen zu finden. Damit glaube ich die vorgebrachten Beschuldigungen widerlegt zu haben und möchte nur erklären, daß unsere Arbeit sicher weit 30 465