Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 460 (sequence 471)
- Language
- German, English, Hebrew
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12. Sitzung: Palästinadebatte Sie nicht der Machlakath-Ali jah jene Mittel zur Verfügung stellen, die unerläßlich sind. Ich hebe hier nur einen Punkt hervor, 15.000 Pfund für kleinbürgerliche Elemente sind notwendig. Bewilligen Sie sie nicht, so wird auch ein anderer Teil des Budgets unnütz dahingehen. Man hat hier viel von der politischen Seite der Frage gesprochen. Sie können überzeugt sein, daß alles, was Sie hier sagen, auch die Exekutive gefühlt hat. Wir alle waren bestrebt, die Regierung auf alle Schwierigkeiten aufmerksam zu machen. Die Exekutive weiß auch, daß diese Dinge gebessert werden müssen, und ich hoffe, daß dieser Kongreß nicht vergehen wird, ohne die innere Ordnung der Alijah geklärt zu haben. Es ist auch weiterhin notwendig, das Problem der Alijah in Bezug auf die Transportfragen zu lösen. Dieselben Redner, die von Dilettantismus gesprochen haben, haben nicht gezeigt, wie der Mittelstand in Polen organisiert werden soll. Es müssen die Mittel gegeben werden, um eine Transportabteilung zu schaffen, welche den großen Strom der Alijah technisch bewältigt. Ich werde, was ich noch zu sagen habe, in den Kommissionen sagen. Die Schwierigkeiten von draußen sind groß: die wirtschaftliche Not, die politischen Schwierigkeiten und so weiter. Erhöhen Sie die Schwierigkeiten nicht dadurch, daß Sie wieder einmal den Kardinalfehler begehen, ein solches Budget zur Verfügung zu stellen, das niemandem ermöglichen wird, die Alijah in geregelter Weise durchzuführen. (Lebhafter Beifall.) Mitglied der Exekutive S. A. van Vriesland: In der Arbeit der Exekutive müssen wir immer von einer klaren Programmstellung ausgehen. Die Exekutive hat nicht eine Politik von Politikern, sondern eine P o 1 i - tik von Wirtschaftlern zu machen. Sie hat nach dem Mandat die Aufgabe, in kürzester Zeit eine jüdische Majorität in Palästina zustande zu bringen. Was wir zuerst anstreben müssen, ist, einen möglichst großen Teil der Lasten abzuwälzen, und zwar auf die palästinensische 460