Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 457 (sequence 468)
- Language
- German, English, Hebrew
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Halpern Agudath netaim sind, so möchte ich Ihnen eine Sache beantworten, die hier vorgebracht wurde und über die ich dem Kongreß Rechenschaft schuldig bin, das ist die Frage der Nichtbeschäftigung jüdischer Arbeiter in Chederah. Agudath netaim gehört nicht der Anglo-Palestine Company, meine Damen und Herren. Wir haben Geld darauf geliehen, und das Land ist uns verpfändet. Verwaltet wird es von den Besitzern, von der Agudath netaim. Wir haben immer dagegen gekämpft, und Herr Herzfeld wird es mir bestätigen, wie oft der Direktor der Anglo-Palestine-Company über diese Frage mit der Agudath netaim Verhandlungen gepflogen hat. Ich sage dazu nur ein Wort: wird sich eine Gelegenheit bieten, daß ein neuer Vertrag gemacht wird, so werden wir trachten, durch moralischen und anderen Druck auf die Besitzer von Agudath netaim zu erreichen, daß sie bei Abschluß des neuen Vertrages die Beschäftigung jüdischer Arbeiter sichern; alles in dieser Richtung Mögliche wird geschehen. Meine Damen und Herren, ... Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. Halpern! Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates Dr. Halpern: Nur drei Minuten geben Sie mir! Zwei Miauten! Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Zwei Minuten! (Lebhafte Heiterkeit.) Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates Dr, Halpern (fortfahrend): Meine Damen und Herren! Herr Remez hat hier das Wort, das in London gefallen ist, vom Staat im Staate, aufgegriffen und hat gesagt: Ja, das verlangen wir, das ist die Autonomie, die wir verlangen, und anders will es die jüdische Arbeiterschaft nicht haben. Ich will dagegen nicht polemisieren, ob das gut oder schlecht ist, aber eines möchte ich sagen: man kann einen Staat im Staate zu bilden trachten, aber man kann keine Bedingungen machen, die es den andern unmöglich machen, nach ihrer Art und Weise zu leben. Dies kann man nicht machen und ich kann mir nicht vorstellen, daß es der Wunsch der 457