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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 428

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 428 (sequence 439)
Language
German, English, Hebrew
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11. Sitzung: Pälästinadebatte Zionist ist; Sie werden kaum noch einem Juden begegnen, der Widerspruch erhebt. Sie werden überall nur noch Zustimmung und Sympathie finden. Und wenn das der Fall ist, so frage ich Sie: Warum ist nicht diese Angelegenheit das Problem, das Thema für eine General- und für sonstige Debatten? Es muß doch eine Erklärung dafür gegeben werden. Und wozu sind wir hier zusammengetreten, wenn nicht um diese Erklärung zu geben? Und deshalb, verehrter Kongreß, sage ich, ich bin nicht in der Lage, mich in politische Auseinandersetzungen einzulassen, mich auf das hohe Roß der Politik zu setzen. Ich könnte Ihnen über orientalische Politik und über englische Politik und über alles mögliche vorlesen. Aber es ist nicht die Zeit dazu. Wir können jetzt alles in Palästina machen, wenn wir größere Opfer bringen. Wäre unser Budget ein Dreifaches, könnten wir dreimal so viel machen. Warum ist es nicht ein Dreifaches? Wo ist die Grenze? Warum ist es gelungen, den Keren Kajemeth zu verdoppeln, zu verdreifachen? Und man hofft ihn noch weiter zu bringen. Warum soll es nicht gelingen, die anderen Fonds zu verdreifachen und ein höheres Budget aufzustellen? Warum ist es unserem unsterblichen Führer gelungen, aus Nichts etwas zu schaffen, und warum soll es uns nicht gelingen, aus einer Realität — denn es ist ja schon eine Realität — eine größere Realität zu machen? Ich finde keine Antwort auf die Frage. Die Antwort muß der Kongreß geben. Dazu ist dieser Kongreß der erste Kongreß der Tat. Und dann brauchen wir uns nicht in politische Spekulationen einzulassen. Ich wäre ja auch versucht, mit Ihnen über Politik zu sprechen, aber wahrlich, verehrter Kongreß, wir brauchen es nicht. Wir können in dem engen Rahmen der jetzigen Möglichkeiten viel mehr machen, als wir jetzt machen. Und das kränkt mich. Gelangen wir an den Punkt, wo wir nicht weiter können — dann wäre die Frage eine aktuelle Frage: wir können nicht weiter, man läßt uns nicht ins Land hinein, läßt uns nichts leisten. Aber an dieser Grenze sind wir noch lange, lange nicht angelangt. Und deshalb liegt noch für eine lange Zeit der 428

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