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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 416

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 416 (sequence 427)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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11. Sitzung: Palästinadebatte wir nie gesprochen haben, eine Sache, die uns ganz besonders beschäftigen muß, und deshalb finde ich, daß in der Generaldebatte ungewöhnlich viel von Detailfragen gesprochen wurde, die in die Kommissionen gehören, und zu wenig von den großen Hauptfragen. Ich mache den Spezialisten, die das immer zu tun pflegen, keinen Vorwurf, aber ich mache den Vorwurf, daß nicht alle Redner begriffen haben, was ihre Aufgabe ist, daß dieser Kongreß etwas anderes ist, daß er mehr Aufgaben stellt als irgend ein früherer Kongreß. Es war verfehlt, Energien und Begeisterung zu vergeuden für die verschiedenen Streitigkeiten zwischen den einzelnen Parteien. Und ich war unangenehm berührt, als ich in der Diskussion des Kongresses manchmal eine Fortsetzung des Wahlkampfes vorfand. Ich denke, wir sind alle in dem einen Punkt einig, trotz aller Polemik in der Diskussion: daß der Ackerbau die unverrückbare Grundlage des Aufbaues in Palästina bleiben muß. (Beifall.) Wenn man von einer Kursänderung spricht, so ist das diktiert von einer Empfindlichkeit, von einer vielleicht sehr edlen Empfindlichkeit derjenigen, die ihr ganzes Leben in die Sache gelegt haben. Aber es liegt gar keine Veranlassung vor, zu denken und den Gedanken zu verbreiten, daß die Exekutive eine Kursänderung vorgenommen hätte; wenigstens mir in meiner Eigenschaft als Präsident der Exekutive ist das nicht bekannt. Man hat auch Gegensätze konstruiert und man sprach von einem Personenwechsel. Man hat eine Sache aufgebauscht, die an sich sehr ernst ist. Es ist eine sehr ernste Sache, daß unser Freund und Mitarbeiter, einer der besten in unseren Reihen, daß Herr Dr. Ruppin zurücktritt; aber daß man diese Sache mit Parteipolitik aufzubauschen suchte, ist ein Mißgriff und eine Mißdeutung unserer Absicht. Jeder, der die Entwicklung der Ereignisse kennt, weiß, daß niemand in diesem Kongreß die Verdienste unseres Freundes Ruppin höher einschätzt, als die Exekutive es tut. Man soll also nicht ein neues Schibboleth von Polemik in die Diskussion hineinwerfen, die dann inhaltlich grundfalsch ist. Herr 416

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