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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 333

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 333 (sequence 344)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Weizmann, Glouska 9. Sitzung. Sonntag, den 23. August 1925. Beginn der Sitzung: 8 Uhr 50 Minuten abends. Versitzender Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongreß! Die Sitzung ist eröffnet. Das Präsidium, schlägt Ihnen vor, die erste ■Generaldebatte als abgeschlossen zoi betrachten. Ich möchte daher den Kongreß befragen, ob er diesem Vorschlag des Präsidiums zustimmt. Ist jemand gegen diesen Vorschlag? (Niemand meldet sich.) Dann ist dieser Vorschlag akzeptiert. Wir könnten jetzt darangehen, die weiteren Referate über Palästina zu hören. Da aber Herr Schocken nicht hier ist, haben jene Redner das Wort, welche sich an der Palästina- Debatte beteiligen. Das Wort hat Herr Glouska. Delegierter Sachariah Glouska (hebräisch): Geehrter Kongreß! Es fällt mir sehr schwer, vor einem so großen Publikum zu referieren. Zum ersten Mal treten die Jemeniten auf der Kongreßtribüne auf, um von hier ihre Klagen und Wünsche vorzutragen und ihre Interessen zu verteidigen. (Beifall.) Ich werde Ihnen die Lage der Jemeniten im Jemen und in Palästina schildern. Es sind schon etwa vierzig Jahre her seit der Zeit, als die ersten Jemeniten nach Palästina kamen. Sie siedelten sich größtenteils in unserer heiligen Stadt Jerusalem an und ein Teil von ihnen ging nach Jaffa. Das ist der Ort, wo sich die meisten unserer Brüder niederließen, nachdem sie nach Palästina gekommen waren, und trotzdem sie schwer um ihre Existenz kämpften, haben sie ihren Brüdern, die im Jemen zurückgeblieben waren, mitgeteilt, daß sie so schnell als möglich nach Palästina kommen mögen, weil sie, unter welchen Bedingungen immer, mit der Lage im Lande zufrieden sind. Der Wille nach Palästina auszuwandern ist bei allen Jemeniten stärker geworden, aber wegen der mangelnden Verbindungen und wegen der Schwierigkeiten des Weges nach Palästina konnten sie nicht in großen Massen kommen; es ist nur eine gewisse Zahl von Familien ins Land gekommen. Daraufhin verbreiteten sich im Jemen Nachrichten, daß viele Juden nach Palästina gekommen seien und dort Kolonien anlegen, Weingärten pflanzen und die Felder bebauen. Aus diesem Anlasse versammelten sich die Jemeniten jedes Dorfes, um darüber zu beraten, wie sie nach Palästina gelangen könnten. Es gab aber große Schwierigkeiten. Einerseits legten ihnen die Araber alle möglichen Hindernisse in den Weg; es mangelte auch an entsprechenden Mitteln für die Reisespesen. Trotzdem bemühte sich jeder, der nur etwas Vermögen hatte, es zu liquidieren. In den Jahren 1909 und 1910 sind die ersten Gruppen nach Palästina abgegangen. Auf dem Wege hatten sie sehr viele Leiden auszustehen. Es vergingen zwei bis drei Monate, ehe sie in die Hafenstädte, Aden 333

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