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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 331

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 331 (sequence 342)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Weizmann wissen, zeigen Sie sie. Aber trösten Sie mich nicht damit, daß Sie zum jüdischen Volk, zu dieser „anonymen Gesellschaft44 gehen und Geld für Industrie, Geld für Siedlungsprojekte, für die Rutenbergsache, für tausendundein Ding bekommen werden. Wenn Sie mir andere Wege zeigen werden, bin ich bereit, sie zu prüfen. (Delegierter Grünbaum: Und Ihr Weg ist doch auch kein Weg mehr!) Darüber werde ich in der politischen Kommission Gelegenheit haben, näher zu sprechen. Ich habe elf Jahre lang redlich versucht, zusammen mit meinen Kollegen eine Art jüdischer Staatskunst herauszubilden. Was es vorher gab, war Stadlanuth. Ein Stadlan ist einer, der etwas verlangt, ohne die Sicherheit zu haben, es durchzuführen, und der keinen Gegenwert für das von ihm Verlangte anbieten kann. Wir haben versucht, den europäischen und amerikanischen Staatsmännern, besonders dem verstorbenen Präsidenten Wilson, dieses Gefühl des Rechtes, das in uns lebt und treibendes Motiv unseres ganzen Lebens ist, beizubringen. Es war eine Zeit, wo dieses Gefühl, um ein banales Wort zu gebrauchen, der Altruismus, den Staatsmännern verständlich war, im Kriege. Es war ein Moment, das genau so notwendig war wie Explosivstoffe. Die vierzehn Punkte waren Mittel im Kriege, ich hoffte und ich hoffe noch, daß diese vierzehn Punkte auferstehen und in der Zukunft weiterleben werden. Dadurch war es möglich, San Remo, die Balfour-Deklaration und alle diese Dinge zu verlangen. Dann kam die nüchterne, kalte Zeit der Wirklichkeit nach dem Kriege, mit einer zerschlagenen Welt und einem zerschlagenen Judentum, und es trat die Reaktion ein. Die vierzehn Punkte sind momentan mit dem Tode Wilsons vergessen. Aber Wilson nach dem Tode ist stärker als Wilson zu Ende seines Lebens. Und es wird eine Zeit kommen, wo dieses Rechtsgefühl wieder lebendig werden wird. Dann werden wir wieder einen politischen Vorstoß machen können. Bis dahin werden wir diesen harten Weg gehen müssen. Es gibt keinen „Derechhamelec h", keine „Königsstraße", nach Palästina. Wer einen leichten 331

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