Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 341)
- Language
- German, English, Hebrew
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8. Sitzung: Generaldebatte wenn es zum Objekt einer parteipolitischen Konstellation wird! (Zustimmung.) Ein Redner, ich glaube, Herr Arlosoroff, hat gesagt,, daß wir alles tun wollen, um die Kräfte Herbert Samuels für die Dienste des Zionismus zu bewahren. Er hat mir aus dem Herzen gesprochen. Aber auch das kann nur geschehen, wenn man Samuel nicht zum Objekt der Parteileidenschaft macht. Er wird zu uns kommen und er wird, wenn er sich ein Jahr ausgeruht hat, wie er beabsichtigt, den gebührenden Platz in unseren Reihen einnehmen. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß ich ihn genau so hoch schätze wie irgendjemand und seine Arbeit bewerte, aber ich weiß ihm auch entgegenzutreten, wenn es nötig ist. Er wird zu uns kommen und wir wollen ihm den Weg nicht erschweren durch allzu süße Einladungen. Nun, meine Herren, habe ich noch ein Wort über die Jewish Agency. Zwei Gründe sind es, die mich bewogen haben, diesen Weg, diesen schweren Weg zu betreten: Gründe finanzieller und politischer Natur. Ich bin überzeugt, daß unsere Arbeit leichter sein wird, wenn wir wirklich ein Symbol eines für den Aufbau Palästinas geeinten Judentums geschaffen haben werden. Trotz der wunderbaren Leistungen unseres Fonds steigen ihre Eingänge nicht im gleichen Maße wie unsere Bedürfnisse. Das ist eine einfache Tatsache, und sie hat mich zu meinen Entschlüssen geführt. Seither hat sich nichts geändert. Das heutige Budget, das auf diesem Kongresse vorgelegt werden wird und das herzlich klein ist im Vergleich zu den Bedürfnissen, ist mir wieder ein Beweis dafür, daß ich Recht habe. Es ist notwendig, von der vierten Alij ah zu sprechen, es ist notwendig, das Soskinsche Projekt zu machen, es ist notwendig, daß Rutenberg seine Arbeit voll aufnimmt, es ist notwendig, daß die Industrie errichtet wird. Aber woher wird das Geld kommen? Die Eingänge des Keren Hajessod in Polen sind von 40.000 auf 60.000 Pfund gestiegen. Ich bin glücklich darüber und weiß, daß Freund Grünbaum wesentlich dazu beigetragen hat. Aber das ist nicht genug. Wenn Sie andere Wege 330