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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 327

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 327 (sequence 338)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Weizmann moralischer Kreditfähigkeit noch etwas braucht, Garanten, aber auch die werden wir nur haben, wenn unsere eigenen Anstrengungen gesteigert werden. Ich habe einen kleinen Verdacht, daß man die Anleihe als Ersatz für den Keren Hajessod betrachten möchte. Ich möchte diese Psychologie korrigieren: Wir werden uns ernstlich mit der Anleihe beschäftigen, und ich glaube, daß durch eine Arbeit von ein bis drei Jahren bei Regierung, Völkerbund und anderen Institutionen eine Stimmung und die Möglichkeit dafür geschaffen werden kann, vorausgesetzt, daß die Einkünfte des nationalen Kapitals sich steigern von Jahr zu Jahr. (Beifall.) Wenn dem aber so ist, so sehe ich heute keinen andern Weg als den, den wir betreten haben. Es wird nichts nützen zu sagen: Wir werden heute einen Druck auf die englische Regierung ausüben, wir werden fünfzigtausend Juden auf die Straßen von Whitechapel marschieren lassen oder wir werden Petitionen an den Völkerbund richten. Wenn heute Jabotinsky im Namen der Zionistischen Organisation der englischen Regierung seine Forderungen formulieren wird, so wird er etwa folgende Antwort erhalten: Wir haben eine schwere Pflicht auf uns geladen und suchen sie nach bestem Wissen und Gewissen durchzuführen, ohne die legitimen Interessen anderer zu schädigen. Wir lassen uns von einem biologischen Druck leiten, das heißt, wir geben dem organischen Wachstum Palästinas nach. Wenn die Immigration von 600 auf 3000 monatlich ansteigt, stehen wir nicht im Wege. Wenn sie noch weiter ansteigt, gut; aber dies alles unter der Bedingung, daß dieses organische Wachstum nicht durch einen äußerlichen mechanischen Druck in Gefahr gesetzt wird und die Administration des Landes unmöglich macht. Ich gebe zu, daß man gerade aus einer politischen Impression heraus, Herr Grünbaum, durch eine effektvolle Rede oder Demonstration auf diesen oder jenen Minister oder Beamten Eindruck machen kann. Aber das ist nur für den Moment. Verflüchtigt sich dieser Moment, dann kommt die Reaktion, die man dauernd auskosten muß. 32T

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