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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 312

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 312 (sequence 323)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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8. Sitzung: Generaldebatte in Genf und im weiten Hinterlande von Genf ein richtiges Verständnis für diese Dinge hervorzurufen. Und geben Sie sich keiner Täuschung hin, dieses Verständnis wird nicht in einem Jahre oder in zwei Jahren oder in drei Jahren hervorgerufen werden. Es ist eine schwere und tiefe Erziehungsfrage, und diese Erziehungsfrage ist wieder ein großer Teil unserer politischen Arbeit. Ich will aber gleichzeitig bemerken, daß wir unser Bestes getan haben, um unter den bestehenden Umständen den Eindruck des Berichtes der permanenten Mandatskommission zu korrigieren; denn kein geringerer als der Außenminister des britischen Reiches hat die Korrektur vorgebracht, welche ins Protokoll der Beschlüsse der allgemeinen Sitzung des Völkerbundes eingetragen wurde. Das ist es, was wir tun konnten, und wir wissen sehr genau, daß es keine vollkommene Abhilfe war und daß es unsere Pflicht ist, bei dem Völkerbund und den Kreisen, die sich um den Völkerbund gruppieren, ein richtiges Verständnis für unsere Ziele und unsere Absichten zu schaffen. Wir haben, soweit wir in unseren bescheidenen Kräften die Möglichkeit hatten, irgendwelche Schritte in dieser Richtung getan, ich will aber den Kongreß nicht damit aufhalten zu erklären, daß es schon der richtige Weg ist, den wir jetzt betreten haben. Gerade aus diesem Fall möchte ich Sie bitten eine Lehre zu ziehen. Lesen Sie die Protokolle der vorigen Kongresse und Sie werden dort Reden und Redner finden, die sagten: „Ja, wenn wir mit der Mandatarmacht nicht richtig fertig werden, so werden wir uns in die Brust werfen und zum Völkerbund gehen und ihn auffordern, das Unrecht, das uns geschehen ist, wieder gutzumachen. Vor jenem Tribunal werden wir Gerechtigkeit finden!" Meine Damen und Herren! Sie sind um eine Illusion ärmer geworden. Ich glaube, daß Sie bis zum Schluß meiner Rede noch einige andere Illusionen verlieren werden. Der Hauptzweck meiner heutigen Rede ist, Ihnen in schlichten Worten zu erklären, daß wir alle nicht im luftleeren Raum leben. Man kann vielleicht wünschen, einen luft- 312

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