Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 312)
- Language
- German, English, Hebrew
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UssischMn Die zweite Tendenz ist: Boden sowohl auf dem Lande, als auch in der Stadt und in der Umgebung der Stadt zu erwerben. Hier beginnt eben die Polemik, die hier vor einigen Tagen geführt wurde. Meine sehr geehrten Herren, auch im Direktorium gibt es in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten. Aber was mich anbelangt, steht eines fest: Jenes Volk wird Herr des Landes sein, in dessen Hand sich das flache Land und nicht die Stadt befindet. (Beifall.) Völker, die zu Millionen die Städte bewohnen, aber von der Landwirtschaft eines anderen Volkes abhängig sind, diese Völker haben keinen festen Boden unter ihren Füßen und sind nicht die Herren des Landes. (Beifall.) Und weil nun das Dorf Hauptgrundlage ist und weil es so schwer ist, das Dorf zu erobern, müssen wir alle unsere Kräfte und Mittel, die öffentliche Meinung, Kräfte der Organisation und die Mittel des Keren Kajemeth dahin zusamenfassen, um diese am meisten gefährdete und am schwersten zu haltende Position zu erobern. (Beifall.) Aber das heißt noch nicht, daß wir uns nur aui den Bodenkauf am Lande beschränken sollen. Unter gewissen Bedingungen und in begrenztem Ausmaße sollen wir auch in der Umgebung der Städte Bodenkomplexe erwerben, auf denen Vor Stadtviertel für diejenigen Arbeiterelemente zu errichten sind, die in der Stadt arbeiten und dort leben müssen. Auf diese Weise werden wir die Schaffung billiger Wohnungsgelegenheiten und eine geordnete Lebensweise für diese Arbeiterkreise ermöglichen. Aber aus unserem Berichte können Sie entnehmen, daß wir in den letzten Jahren 70 Prozent für Bodenkauf auf dem Lande ausgegeben haben, 10 Prozent für Bodenkauf in der Stadt und in der Umgebung der Stadt, 10 Prozent oder 12 Prozent für Ameliorationen und den Rest für die übrigen Ausgaben des Keren Kajemeth. Sie werden bemerken, daß diese Tendenz in den letzten Jahren Fuß gefaßt hat und noch weiter befolgt werden wird, wenn natürlich der Kongreß dazu seine Zustimmung erteilen wird. Was die Ameliorationen anbelangt, ist der Keren Kajemeth der Meinung, daß nur eine Ameliorations- 301