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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 274

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 274 (sequence 285)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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7. Sitzung: Generaldebatte holt zugegeben; aber ohne Agency haben wir eine noch größere Gefahr. Wir brauchen Geld, um zu kolonisieren, und wir müssen deswegen alle Kräfte heranziehen, die uns dabei helfen können, diese notwendige Voraussetzung zu schaffen. Wir haben uns zu fragen, auf welcher Seite die größere Gefahr ist. Ich glaube, die Gefahr der Jewish Agency ist jedenfalls geringer als die, einen Aufbau in Palästina mit unseren heutigen Kräften zu versuchen; überdies ist dieser Weg unmöglich, denn Jabotinsky ist uns die Antwort darauf schuldig geblieben, was wir bis zu jenem Zeitpunkt machen sollen, in welchem wir die Ländereien in Palästina zu einer Anleihebasis machen können. Ich habe jetzt, meine Herren, der Exekutive noch einen Separatwunsch vorzulegen. Nur mit Bedauern muß man feststellen, daß die Zionistische Organisation in den dreißig Jahren seit ihrem Bestehen keine oder nur sehr wenig Aufmerksamkeit der Propaganda unter den sephardischen Juden zugewendet hat. Wenn ich das sage, meine Herren, so geschieht das nicht von einem oppositionellen Standpunkt aus. Wir wollen, daß die ganze Organisation ein vorbildliches Instrument darstellt. Wenn aber ein Organ vernachlässigt wird, ist der ganze Körper krank. In dieser Richtung müßte also etwas geschehen. Es handelt sich aber nicht nur um die Organisation, sondern auch um die Ansiedlung in Palästina. Die Ansiedlung sephardischer Juden in Palästina kann sehr dazu beitragen, um mit den Arabern in ein freundschaftliches Verhältnis zu kommen, denn die sephardischen Juden leben im Orient und können sich leichter der Art der arabischen Bevölkerung anpassen. Wir können auf diese Weise auch einen Teil des jüdischen Volkes retten, der sich im Orient, besonders in Persien, in einer außerordentlich schwierigen Lage befindet. Wir könnten mit ziemlich geringen Mitteln einen Strom jüdischer Einwanderung aus den Ländern des Orients nach Palästina lenken, der uns vorzügliche Arbeitskräfte liefert, die bei ihrem niedrigen Lebensstandard für den Aufbau von Palästina von höchstem Wert wären. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Dr. Klumel: Hoher Kongreß! Wegen des herannahenden Sabbath schließen wir sogleich die Sitzung. Kongreßsekretär Dr. Löwenstein macht eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen, insbesondere über Koiiniinttissionssditziiingen. Vorsitzender Vizepräsident Dr. Klumel: Die nächste Sitzung findet Sonntag um 9*/2 Uhr vormittags statt. Die Sitzung ist geschlossen. Schluß der Sitzung: 5 Uhr 30 Minuten nachmittags. 274

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