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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 270

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 270 (sequence 281)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5980-3482126
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7. Sitzung: Generaldebatte Vertrauens würdig. Und richtig hat Herr Dr. Levin gesagt, daß die Eröffnung der hebräischen Universität unser größter politischer Erfolg in der letzten Zeit ist, weil wir Juden mit der Eröffnung der Universität zu Teilnehmern an den Kulturschöpfungen der ganzen Welt werden. Damit können wir gleichsam den andern sagen: Wir sind nicht nur Empfänger, wir fordern nicht nur und nehmen von euch, sondern für das Empfangene können wir auch etwas geben. Und wenn wir es nicht auf dem ökonomischen Gebiete tun, so geben wir euch doch im weitesten Sinne des Wortes die Ideale, die in unserer hebräischen Universität in Palästina entstehen. (Beifall.) Und nun werde ich mir gestatten, einige Fragen an die Exekutive zu richten. Erstens: Meiner Meinung nach ist die Antwort der Exekutive in der Frage unserer Beziehungen zum Völkerbund nicht genügend. Wenn wir nicht in der Lage waren, dem Völkerbund eine Petition zu überreichen, so wäre es unsere Pflicht gewesen, dafür zu sorgen, daß der Waad Leumi eine solche Petition dem Völkerbund überreiche, damit dieser unsere Forderungen, genau so wie er die Forderungen der Araber entgegengenommen hat, höre. Wir gehen zu den weiteren Fragen über und behaupten folgendes: Die Exekutive hat nicht ausreichend erklärt, warum man uns in der Frage der Bestellung eines neuen High Commissiohers nicht befragt hat. Wir sind ja jetzt die Jewish Agency, uns hat man die Balfour-Deklaration gegeben, und als man zum ersten High Commissioner einen Juden ernannte, so war das ein Privileg, das man uns gewährte, indem man uns gleichsam sagen wollte: Seht her, Juden und Zionisten, zum obersten Beamten im Lande setzen wir einen Juden ein! Und wenn man uns nun dieses Privileg genommen hat, dann bedeutet das für uns einen Rückschlag im politischen Sinne. Dagegen müssen die nötigen Maßnahmen ergriffen werden, um unsere Position zu stärken und zu verhindern, daß man uns das, was wir einmal erhalten haben, wieder wegnimmt. Ich möchte nicht mißverstanden werden, es wäre doch politisch ohne jedes Verantwortlichkeitsgefühl, wenn wir hier auch nur ein Wort gegen die Ernennung General Plumers sagen würden. Es ist sogar möglich, daß sich unsere Position in Palästina selbst unter dem Regime dieses Mannes bessern wird, aber das ändert gar nichts an der Tatsache, daß wir politisch einen Rückschlag erlitten haben und uns in einer Lage befinden, die unbedingt Besserung und Aenderung erheischt. Man hat hier viel von der Art und Weise des Aufbaus, vom wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen Aufbau und von der Industrie gesprochen und auch über andere Methoden. Ich bin kein Nationalökonom und möchte nicht auf die Einzelheitenn dieser Fragen eingehen, aber eines muß ich hervorheben, und zwar, daß die Losung — wie richtig sie auch sein mochte — die man herausgegeben hat* die Losung „Dzika und Nalewki", eine Gefahr für den Zionismus darstellt. Palästina, das jüdische Palästina muß ein solch hohes Niveau 270

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