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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 207

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 207 (sequence 218)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5917-3482063
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Ben Gurion aus dem Orient kam und dessen Zukunft wieder im Orient liegt, müssen unser Gefühl der Sympathie, der Anteilnahme an der nationalen Wiederbelebung aller Orientvölker ausdrücken. (Beifall.) Unter all diesen Völkern des Ostens, mit denen unser Schicksal verknüpft ist, steht an erster Stelle das arabische Volk. Aber, meine Herren, die Frage dieser Beziehungen zum arabischen Volke ist so schwierig und so ernst, diese Beziehungen sind in einem solchen Maße für unser Schicksal und unsere Zukunft in Palästina entscheidend, sind von solch großer Bedeutung für das Problem der jüdischen Einwanderung ins Land, daß wir uns, wenn wir diese Frage behandeln, keinesfalls erlauben dürfen, mit all diesen leeren Worten und banalen Phrasen über allgemeine Brüderlichkeit, über allgemeinen Frieden, Phrasen, die inhaltslos sind, herumzuwerfen. Wir gehen in ein Land, in das Land, in welchem Araber seit vielen Jahrhunderten leben, wir gehen zu einem Volk, welches im Lande lebt und auch in Zukunft dort leben wird. Die Frage ist also eine Frage von entscheidender Bedeutung; man muß den Weg zu den Herzen dieses Volkes finden, muß ihm nicht durch leere Worte, nicht durch Gesten, sondern man muß diesem arabischem Volke durch Taten das Vertrauen zum jüdischen Volke beibringen. Gestatten Sie, daß ich Ihnen hier das tiefe Bewußtsein des jüdischen Arbeiters im Lande hervorhebe, daß eine der großen nationalen Aufgaben, die er zu erfüllen hat, nicht nur der Aufbau des Landes ist, sondern auch die Herstellung von Friedens- und Freundschaftsbeziehungen zum arabischen Volke. Er will das vorbereiten durch einen treuen Bund zwischen ihm und den arabischen Arbeitern in Palästina. (Beifall.) Wenn wir hier und dort Angriffe gegen den jüdischen Arbeiter im Lande lesen, weil er dem arabischen Arbeiter Hilfe gewährt, weil er ihm bei seiner Organisierung zur Seite steht und an der Hebung seines Lebensstandards arbeitet, wenn wir solche Dinge auch in Palästina lesen, so möchte ich meiner Ueberzeugung Ausdruck geben, daß der jüdische Jischuw im Lande diese Angriffe des „Doar Hajom" gegen den arabischen Arbeiter und gegen das arabische Volk mißbilligt. Ich bin dessen sicher, daß nicht nur wir Arbeiter, sondern auch diejenigen, in deren Hand das Schicksal Palästinas und unser Schicksal gelegt wurde, das moralische wie auch das politische Recht unseres Strebens anerkennen werden, den Weg der gemeinsamen Arbeit der Juden und Araber. (Zwischenrufe.) Und das jüdische Volk wird das Geld dazu geben. (Wiederholte Zwischenrufe.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Sie haben mir noch fünf Minuten Redezeit! Delegierter Ben Gurion (fortfahrend): Es gibt noch eine Frage, die den Kongreß beschäftigen müßte. Ich muß meinem Bedauern darüber Ausdruck geben, daß die Zioni- 207 J

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