Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 105)
- Language
- German, English, Hebrew
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3. Sitzung: Referate über Palästinawirtschaft haben wir SpezialSicherheiten von solcher Art und Größe. Aber doch haben wir gewisse Möglichkeiten. Wir haben einen Keren Hajessod, der uns im letzten Jahre mehr als 500.000 Pfund eingebracht hat, wir haben einen Nationalfonds mit einer Viertelmillion jährlicher Einnahmen, und ich denke, wenn wir diese Einnahmen und vielleicht noch Garantien anderer nahestehender Gesellschaften aufbringen, daß wir dann doch vielleicht in den Augen der Hochfinanz, mit Unterstützung der League of Nations, nicht als Phantasten gelten, wenn wir unseren Anleiheplan vorbringen. In jedem Falle verlangt die dringende Not, unseren Einwanderern in viel höherem Maße als bisher Kredite zu geben, von uns, daß wir einen solchen Plan nochmals aufs gründlichste prüfen. Alles, was ich von dem Kongresse verlange, ist, daß er eine Kommission zur Prüfung eines solchen Anleiheprojektes einsetze. , (Beifall.) Verehrter Kongreß, ich werde vielleicht später nach der Debatte noch Gelegenheit haben, hier auf Einwände einzugehen. Ich möchte mir am Schlüsse einige persönliche Bemerkungen erlauben. Ich bin seit achtzehn Jahren als Vertreter der Zionistischen Organisation in Palästina tätig und ich fühle, daß jetzt für mich die Zeit gekommen ist, anderen Platz zu machen. Ich habe bereits vor zwei Jahren die Absicht geäußert, zum mindesten für einige Zeit fortzugehen, habe aber damals diese Absicht auf verschiedenes Drängen aufgegeben, weil ich noch nicht die Möglichkeit einer Nachfolge sah und weil ich natürlich die Arbeit, die mir teuer war, die den besten Teil meines Lebens ausgefüllt hat, nicht einfach wegwerfen konnte. Aber ich sehe jetzt eine geordnete Nachfolge. Ich fühle das Bedürfnis, mich wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen, für die ich seit vielen Jahren keine Zeit mehr finden konnte, weil die praktische Arbeit des Tages mich ganz in Anspruch nahm. Ich werde also jetzt meinen Posten in Palästina verlassen; ich werde mich natürlich jederzeit freuen — ich bleibe in Palästina — einen Rat geben zu können, wenn ich nach einem solchen gefragt werde. Es wird späteren Jahren vorbehalten bleiben, ein Urteil über meine Tätigkeit in Palä- M