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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 82

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 82 (sequence 93)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5792-3481938
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3. Sitzung: Referate über Palästinawirtschaft die Menschen, für die wir ökonomisch verantwortlich sind, vom Land absorbiert werden. Es wird vielleicht nicht immer so gehen wie bis heute, es kann einmal eine Krise eintreten. Aber bisher haben wir unsere Pflicht erfüllt, und darüber hinaus hat uns niemand dreinzureden. Wir kennen die Gründe, warum wir die Landwirtschaft stärken wollen, aber jemand Dritter darf uns Tel-Awiw nicht zum Vorwurf machen — wir haben ein Recht auf Tel-Awiw den anderen gegenüber. Man soll uns nicht sagen, es entspreche nicht irgendwelchen ästhetischen oder sonstigen Idealen. Wir halten uns an unser Recht und verlangen, daß keine Maßnahmen, mit welcher Begründung immer, ergriffen werden, um den Einwanderungsstrom zu beschränken. Es wird unsere Aufgabe sein, die Menschen dort so zu verankern, daß wir unser Ideal des nationalen Heimes der Verwirklichung nahe bringen. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongreß! Wir werden sofort in die Generaldebatte eingehen. Delegierter Dr. Nahum Goldmann: Ich möchte beantragen, daß vor Beginn der Generaldebatte Herr Dr. Rup,pin und vielleicht auch Herr Kaplansky sein Referat erstatte. Es wird dann die Generaldebatte leichter abgeführt werden können (Zustimmung). Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Es wurde von mehreren Seiten der Womsch geäußert, daß die Debatte nicht jetzt sofort stattfinde, sondern daß erst noch Herr Dr. Ruppin sein Referat erstatte. Herr Dr. Ruppin ist zu referieren bereit. Mitglied der Exekutive Dr. Arthur Ruppin (mit lebhaftem Beifall begrüßt): Ich habe meiner sonstigen Gewohnheit entgegen beschlossen, diesmal kein Referat auszuarbeiten, sondern mir vorgenommen, mich von der Stimmung des Kongresses leiten zu lassen und nach den Ausführungen der übrigen Redner zu sehen, welche Probleme noch nicht berührt worden sind. Es ist mir deshalb ganz lieb, unvorbereitet einige Probleme zu berühren, die mir besonders wichtig sind. Ich will vor allem die Ausführungen des Herrn Dr. Halpern ergänzen, ohne aber gegen ihn zu polemisieren. Denn 90, ja vielleicht 99 Prozent dessen, was er gesagt hat, unterschreibe ich voll. 82

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