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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 60

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 60 (sequence 71)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5770-3481916
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2. Sitzung: Politischer Bericht der allgemeinen Situation des Zionismus und den praktischen Folgen in Palästina muß jeder denkende Mensch im Auge behalten, um dann einmal, wenn wir auf Krankheitserscheinungen stoßen, die richtige Diagnose stellen zu können, die der Therapie vorausgehen muß. Es ist ein Fortschritt, und diesen Fortschritt möchte ich begrüßen, daß wir jetzt dazu berufen sind, wir, der zionistische Kongreß, eine jüdische Politik zu machen — und die einzige jüdische Politik, die überhaupt zu machen ist, die als jüdische Politik richtig bezeichnet werden kann, ist eine zionistische Politik, die sich auf unser Nationalheim bezieht. Das Nationalheim ist dem jüdischen Volk zuerkannt worden, es ist als Erscheinung in die Welt getreten, eine politische Tatsache geworden, es muß nun in Beziehungen treten zu den Völkern der Welt, zum Völkerbund. Sie haben von Präsident Weizmann Einiges über die formelle Seite der Beziehungen zum Völkerbund gehört, über den Petitionsweg und so weiter, und auch diese rein formelle Seite darf nicht unterschätzt werden; aber die Zusammenhänge mit dem Völkerbund sind tiefer, sind inhaltlicher, sind sittlicher Natur. Wir müssen auf die Wurzel, auf den Zweck und die Aufgabe des Völkerbundes zurückgreifen. Wenn eine Idee sich in einem Werke verkörpert, so schafft sich dieser Körper seine eigenen Bedingungen. Der Völkerbund war, wie jedes Menschenwerk, gezwungen, eine gewisse Gestalt anzunehmen, ein festes Programm anzusetzen, seinen Sektionen Statuten vorzuschreiben, und mit all dem müssen wir rechnen. Aber was ist Grund und Ursache des Völkerbundes, was ist seine Idee, was ist die Idee des Mandates? Zu dieser Idee haben wir eine Beziehung, eine innerliche Beziehung und diese ist der bestimmende Faktor für unsere Politik. Zu welchem Zweck hat die zivilisierte Welt einen Völkerbund ins Leben gerufen? Man sah voraus, daß es nicht genügen werde, daß die politische Karte der Welt Veränderungen erfahren hat. Für die Länder, die noch nicht imstande sind, sich selbst zu schützen und eine vollständige Selbstverwaltung einzurichten, für Gebiete, in 60

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