Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 61)
- Language
- German, English, Hebrew
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2. Sitzung: Politischer Bericht gen Jahre unser Bericht, worüber mit Recht Klage geführt wurde, von den Mitgliedern der Mandatskommission nicht als offizieller angesehen wurde. Sie haben ihn gelesen, man hat ihn diskutiert, ich glaube, er hat einen gewissen Eindruck hervorgerufen, aber er wurde nicht zitiert als eine Petition eines Bestandteiles der Bevölkerung des Mandatsteritoriums. Um in diesem Jahre sicher zu sein, daß von diesem Bericht Kenntnis genommen wird, haben wir einen anderen Weg eingeschlagen. Wir haben unseren Bericht an den High Commissioner von Palästina geschickt, und von da wird er über das Colonial Office, das Britische Auswärtige Amt und das Sekretariat des Völkerbundes an die Mandatskommission des Völkerbundes gelangen. Unser diesjähriger Bericht für die Mandatskommission ist nach Palästina unterwegs und wird hoffentlich zur rechten Zeit der Mandatskommission überreicht werden. Wir haben aber in unserem Brief an den Völkerbund darauf aufmerksam gemacht, daß unsere juristische Lage in dieser Beziehung geregelt werden muß. Ueber den Bericht der Mandatskommission des Völkerbundes bezüglich des jüdischen Nationalheimes brauche ich mich nicht lange auszusprechen. Sie wissen, wir haben uns dagegen gewehrt, daß in diesem Bericht eine ungenaue Bewertung der jüdischen Immigration und der schaffenden Kräfte in Palästina geschehen ist, und der britische Minister des Aeußeren, Herr Austen Chamberlain, hat in der Sitzung des Völkerbundrates in Rom diesen Eindruck zu korrigieren gesucht. Ich bin überzeugt, daß der Völkerbund sich Mühe gegeben hat, die Arbeit in Palästina richtig einzuschätzen; wir haben den tiefsten Respekt vor der Autorität des Völker^ bundes, und ich bin sicher, daß er sich durch den nächsten Bericht, der jetzt vorgelegt wird, davon wird überzeugen lassen, daß seine Einschätzung unserer Immigration im vorigen Jahre nicht auf genauer Kenntnis der Tatsachen beruhte. Wir haben im Verlaufe dieses Jahres gesucht, mit dem Völkerbund in direkte Verbindung zu treten, und haben in Genf ein Bureau eingerichtet und sowohl dem 50