Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 26

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 26 (sequence 37)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476282--5736-3481882
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

/. Sitzung: Eröffnung Präsident Dr. Weizmann: Das Wort hat Herr Bundesminister Dr. Resch. Bundesminister Dr. Resch: In Vertretung des zu seinem Bedauern verhinderten Herrn Bundeskanzlers habe ich die Ehre, die hier versammelten Teilnehmer des 14. Zionistenkongresses namens der österreichischen Bundesregierung zu begrüßen. Das Werk, zu dessen Förderung Sie sich hier zusammengefunden haben, ist ein großes und bedeutsames nicht bloß für das Judenvolk, sondern für alle Völker der Erde, die ihr Interesse dadurch zum Ausdruck bringen, daß der höchste internationale Areopag, der Völkerbund, dieses Werk unter seine Aegide genommen hat. Ueber die Aufbauarbeit, die das Judenvolk in Palästina geleistet hat und fortfährt zu leisten, über den Geist, in dem diese Arbeit getan wird, und über die Schwierigkeiten, die es dort zu überwinden gilt, hat zu Beginn dieses Jahres Ihr hervorragender Führer Dr. Weizmann in diesem selben Saale ein anschauliches Bild entworfen. Seither hat die feierliche Eröffnung der hebräischen Universität am 1. April dieses Jahres der WTelt davon Kunde gebracht, welche bedeutenden Fortschritte Sie bereits erzielt haben. Namens der österreichischen Regierung wünsche ich dem Kongreß den besten Erfolg (Lebhafter Beifall)! Präsident Dr. Weizmann: Ich danke dem Herrn Bundesminister für seine freundliche Begrüßung und erteile das Wort dem Herrn Präsidenten der Israelitischen Kultusgeaneinde Wien, Herrn Professor Dr. Alois Pick. Professor Dr. Alois Pick, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Wien: Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich habe die Ehre, Sie namens des Vorstandes der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde aufs herzlichste zu begrüßen. Die neuerliche Wahl WTiens zur Abhaltung des Kongresses mag wohl in erster Linie begründet sein in den geistigen Zusammenhängen aller Palästinafragen mit Theodor Herzl, durch den der Jahrtausende alte Palästinatraum einen neuen Ausdruck erhielt und ins lebendige Leben gerückt wurde. Wenngleich in keinem Zusammenhange mit Herzls Tat, mag es vielleicht doch nicht uninteressant sein, daran zu erinnern, daß die Forderung nach einer jüdischen Heimstätte in Palästina hier bereits am Ende des achtzehnten Jahrhunderts von christlicher Seite, und zwar durch den Feldmarschall Reichsfürsten von Ligne, ausgesprochen wurde, der, einem der vornehmsten belgischen Adelsgeschlechter entstammend, durch nahezu sechs Dezenien unter vier Regenten im Dienste der Habsburger gestanden, viele Jahre in Wien gelebt hat und hier im Jahre 1814 im Alter von achtzig Jahren 26

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.