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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 24

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 24 (sequence 35)
Language
German, English, Hebrew
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1. Sitzung: Eröffnung In gewissem Maße hängt wohl das Tempo der Auferstehung in Erez Israel von günstigen oder ungünstigen politischen Konstellationen ab, von Plänen mehr oder minder mit uns sympathisierender Parteien —►aber eben nur in einem gewissen, äußerst begrenztem Maße. Sie ist in erster Linie von der Wiederbelebung und von der Erneuerung des Volkes abhängig. Und diese beginnt mit der sittlichen Erneuerung der Einzelpersönlichkeiten. Diese aber, in kleinen Zirkeln verbunden, werden immer mehr und stärker, bis ein inneres Erwachen und das Wiederauferstehen einer Nation sich in den Gang der Geschichte einfügt. Jeder Mensch in Israel, der die Heimat baut und bauen hilft, muß denselben Prozeß in seiner Seele verwirklichen. Der Zionismus ist seinem innersten Wesen nach eine sittliche Bewegung, eine geistige Bewegung für den Einzelnen und für das Volk. Wir wollen mit dem Volk zusammen seinen Genius aus der Finsternis, aus der Unterdrückung und der Verzweiflung retten, daß es nicht mehr ein drückendes mühseliges Leben führe und nicht mehr seine Seele für ein Stück Brot verkaufe. Daß es in seinem Schmerz nicht seine Ideale vergesse, sondern befreit werde aus der Finsternis des Bösen auf dieser Welt und daß es genießen möge das Licht der Gnade und des heiligen Geistes unter der Parole der Wiederkehr nach Zion, dem ihm vom Herrn auserwählten und bestimmten Ort. In diesem Geiste wollen wir vor der ganzen Welt Rechenschaft ablegen. Es ist verwunderlich, daß es noch Menschen geben kann, die eine menschlich-nationale Wiedergeburt eines alten Volkes verleumden. Aber trotz dieser sonderbaren Erscheinung ist es Tatsache, daß wir Feinde haben oder — besser gesagt — daß der Jischuw, die Rechtschaffenheit, die Freiheit, die Ehre und Gleichheit der Menschen Feinde haben. Mit diesen Menschen wollen wir nichts zu tun haben. Wir sind ein Element, das ein Land aufbaut und besiedelt in Zeiten der schwersten Weltkrise. Wir sind eine Gemeinschaft von Straßenbauern, Kelterern, Maurern, Steinhauern, Aerzten, Pflanzern, 24

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