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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 23

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 23 (sequence 34)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5733-3481879
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Sokolow Arbeit. Erfüllt vom Geist der Bibel, dem Zeugnis seiner Geburt, ausgerüstet mit Pflug und Mauerkelle, gestützt auf sein historisches Recht steigt es herab in das Jordantal, um Sümpfe trocken zu legen, und steigt hinauf auf den Skopusberg, um seinem Geiste eine Festung zu erbauen. Alles, was es schafft und erneuert, ist die Verwirklichung der Idee der Gerechtigkeit und des Friedens, Form und Inhalt seiner Lebensanschauung. Es ist seit jeher bekannt, daß die Welt dem Juden nicht ein Abbild des Molochs ist, der mit glühenden eisernen Armen, mit bewaffneten Massen, mit Kanonen durch die Welt zieht, sondern ein Bild des Zusammenwirkens aller guten kräftigen Menschen, von Gerechtigkeit und Liebe erfüllt. Das sind alte Worte; nun aber gehen sie der Verwirklichung entgegen im täglichen Tun unserer palästinensischen Brüder. Dies ist nur deshalb möglich, weil hinter allen Ueberlegungen, hinter allem Geschehen und hinter den Instruktionen und Satzungen eine mächtige moralische Kraft steht, eine frische, tiefe, lebendige Seele, die alles praktisch läutert und veredelt, und ohne die es ein totes, formloses, jeder Tendenz beraubtes Gebilde geworden wäre. Der Kongreß ist eine jener moralischen Kräfte; ohne ihn werden wir uns klein und nichtig vorkommen; mit seiner Hilfe, mit seinem Bestreben nach heroischer Arbeit für die Erlösung, werden wir alles erfolgreich durchführen. Daher flehen wir zu Gott, er möge mit diesem Kongreß sein. Und noch eines dürfen wir nicht vergessen: die Erlösung eines Volkes ist kein politischer oder territorialer und kein mechanischer Prozeß, wenn auch das Mechanische und Technische im Prozeß der Durchführung eine große Rolle spielen und mit peinlichster Genauigkeit erwogen werden muß; aber die Erlösung selbst gehört nicht dem Reiche des Meßbaren und Zählbaren an, denn sie ist etwas Erhabenes, Schwereloses, Transzendentes. Sie ist nicht profanes Werk, sie ist ein Heiligtum. 23

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