Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 31)
- Language
- German, English, Hebrew
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1. Sitzung: Eröffnung liebevoll miterlebt und seinen Arbeitsanteil zu würdigen weiß. Und so, Freunde, wenn wir jetzt an die Aufgaben des Kongresses herangehen, lassen Sie uns die Arbeit tun als verantwortliche Bevollmächtigte des zionistischen Willens von Hunderttausenden in aller Welt und im Geist und Verstehen geeint mit unseren Brüdern und Schwestern in Erez Israel. Ich erkläre den 14. Zionistenkongreß für eröffnet (stürmischer, langanhaltender Beifall). Das Wort hat Präsident Sokolow. Präsident der Exekutive Nahum Sokolow (von stürmischem, langanhaltendem Beifall begrüßt — hebräisch): Hochgeehrter Kongreß! Zum vierzehntenmal versammelt sich der zionistische Weltkongreß im Verlaufe von 28 Jahren, und es ist das zweitemal, daß er hier tagt. Vor zwölf Jahren hatten wir hier einen Zionistenkongreß unter anderen äußeren Bedingungen, aber in demselben schönen Wien, das wie einst auch jetzt die Metropole verfeinerter Kultur und Schönheit ist, in demselben Wien, das die Wiege des modernen Zionismus war, aus dem der erste Ruf zum zionistischen Kongreß am Beginn unserer Bewegung erging und in dem sich das uns teure und bedeutungsvolle Grab Theodor Herzls befindet. Wir haben uns heute zu einem Arbeitskongreß versammelt. Dieser Kongreß soll mehr nach innen als nach außen gerichtet sein. Wir wollen über unsere Probleme mit Gewissenhaftigkeit, Ruhe und Konzentration beraten. Bei den früheren Kongressen war das demonstrative Moment von Bedeutung. Auch heute wollen wir uns nicht gegen die Außenwelt absperren; aber schon seit geraumer Zeit wenden sich die Zionistenkongresse mehr den praktischen inneren Dingen zu, und dieser Kongreß sollte in dieser Hinsicht noch weiter gehen. Der grundlegende Zug der meisten früheren Kongresse war die Tendenz zur Tat. Dem 14. Kongreß soll der Stempel der Verwirklichung aufgedrückt sein. 20