Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 476 (sequence 499)
- Language
- German, English, Hebrew
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Delegierter Dr. Heümann: Ich stelle den An t r a<g, dass es statt sechs Monate beim alten bleibt, nämlich bei' -drei Monaten. Vizepräsident Motzkin: Sie stellen also den Antrag, über diesen Punkt zur Tagesordnung überzugehen, denn nach dem alten Statut war es ja so, wie Sie vorschlagen? Delegierter Dr. Daiches: Ich glaube, dass wir den Kommissionsantrag ruhig annehmen können. Es ist ganz genug, wenn das A. C. einmal in sechs Monaten zusammenkommt. Wenn es notwendig ist, dann heisst es ja im, zweiten Satze, dass auf schriftlichen Antrag von einem Viertel 'der Mitglieder das A. C. binnen zwei Wochen einberufen werden muss, und zwar mit einer Frist von vier Wochen, das heisst also eventuell alle sechs Wochen. Alle sechs Monate als Basis ist ganz genug. Vizepräsident Motzkin: Es liegt ein Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag A. 2. (s. o. S. 470) vor. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag auf Ueibergang zur Tagesordnung ist abgelehnt. Jetzt stimmen wir über den Antrag A. 2. der Organisations-Kommission selbst ab. (Nach der Abstimmung:) Der Antrag A. 2. ist angenommen. Wir gelangen nun zum Antrage A. 3. (s. ebenda). Wir wollen über diesen Antrag abstimmen. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag A. 3. der 'Kommission ist angenommen. Nun kommt Antrag A. 4. (s. ebenda) an die Reihe. Mitglied des F. u. W.-Rates Dr. Barth: Wir stehen auf dem Standpunkte, dass es hier beim alten bleiben soll und ich formuliere den Antrag dahin, dass die Worte: „bei Abstimmungen über die Decharge" gestrichen werden sollen. Ich glaube, dass das keiner weiteren Begründung bedarf. Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. Hantke, haben die Mitglieder der Exekutive denn ein Stimmrecht im A. C? Mitglied des F. und W.-Rates Dr. Barth: Nach dem Antrage der Kommission sollen sie es jetzt haben, nach, dem Antrage der Minderheit nicht. Die Minderheit steht auf dem Standpunkte, dass das A. C. als kontrollierende Behörde die Kontrollierten nicht gleichzeitig mitstimmen lassen soll. Im Kongress würde das keine solche Rolle spielen, weil hier das Verhältnis 10 : 300 ist, im A. C. aber, wo es Sich um das Verhältnis 10 : 35 handelt, verschiebt sich das Bild so ausserordentlich, dass wir glauben, dass es unmöglich ist, der Exekutive bei der Abtimmung im A. C. .ein Stimmrecht zu geben. Berichterstatter Dr. Hantke: Ich bitte Sie, hier den Beschlüssen unserer Kommission zu folgen, und ich appelliere an alle diejenigen, welche an Sitzungen des A. C. in den letzten zwei Jahren teilgenommen haben: Es ist ein unmöglicher Zustand, dass in einer so kleinen Körperschaft, wenn es zu einer Abstimmung kommt, die gewählten Führer der Bewegung kein Stimmrecht haben. Das -geht zwischen einer Regierung und einem Parlament, aber nicht in einer so kleinen Körperschaft. Namentlich jetzt, wo das A. C. nur eine beschränkte Kompetenz hat, liegt überhaupt kein Grund vor, warum die Mitglieder der Exekutive kein Stimmrecht halben sollen. 476