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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 469

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 469 (sequence 492)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5600-3481745
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tenden Einschränkungen besitzt. Nun hat es sich herausgestellt, dass eine Beschränkung der Kompetenz der anderen Körperschaften, d. h. vor allem des A. C. für die Dauer unhaltbar ist. Die Dinge sind heute so im Flusse, dass es unhaltbar wird, zwei Jahre hindurch keine Möglichkeit zu haben, um in wichtigen Fragen eine Entscheidung zu treffen. Man hat sich in der Praxis damfit helfen müssen, dass man, über das Statut hinweggehend, doch tatsächlich Kongressibeschlüsse ausser Kraft gesetzt hat. Ich erinnere an die sehr wichtige Frage des Budgets für Palästina. Infolgedessen ist die Organisations-Kommission zur Ansicht gelangt, dass die Rechte und Kompetenz des A. C. erweitert werden sollen. Das A. C. soll nicht nur eine kontrollierende Behörde sein, sondern tatsächlich ein Ausschuss des Kongresses, ein zwar nicht dauernd tagender Ausschuss, aber doch £in solcher, der viel 'häufiger als der Kongress selbst zusammentritt und der in seiner Zusammensetzung als ein Ausschuss des letzten Kongresses das moralische Recht hat, solche Entscheidungen zu treffen, wie sie sonst dem Kongressplenum überlassen sind. Es würden dann die Jahreskonferenzen an sich nicht mehr nötig sein. Es bestanden jedoch nicht so sehr im Organisationsausschuss als im Perrnanenzaussohuss, der diese Frage auch behandelt hat, Meinungsverschiedenheiten, ob es wirklich zweckmässig wäre, die Jaihreskonferenz abzuschaffen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass in den Beschlüssen über die Jewish Agency der Jahreskonferenz eine entscheidende Rolle zugewiesen worden ist. Infolgedessen hat sich der Organisationsausschuss gesagt, es dürfte am zweckmässigsten sein, wenn wir die Jahreskonferenz vorläufig bestehen lassen, bis sich diese Neuregelung des A. C. in der Praxis als tauglich erwiesen hat. Wenn wir zwei Jähre lang so im A. C. gearbeitet haben, dann wird sich der nächste Kongress leichter entscheiden können, ob er weiter eine Jahreskonferenz behalten will oder nicht. Jedenfalls lassen wir vorläufig die Jahreskonferenz unverändert, wie sie ist. Wenn nun das A. C. eine grössere Kompetenz als bisher hat, so ist es notwendig, die Zahl der Mitglieder ein wenig zu vergrössern. Die Zahl besteiht heute aus 25 Personen, zu denen noch die Mitglieder der Exekutive und Vertreter der Institutionen kommen. Die Zahl von 25 Personen, auf die wir das A. C. reduziert haben, hat ja bekanntlich schon im vorigen Kongress zu einer sehr von Zufälligkeiten abhängigen Wahl des A. C. geführt. Die Zahl ist eben zu klein für die Berücksichtigung der zahlreichen Strömungen in •unserer Politik. Wir schlagen daher vor, diese Zahl auf 35 zu erhöhen. Wir glauben, das umso eher beantragen zu können, als ja die Zahl der Mitglieder der Exekutive, die in der letzten Kongressperiode 13 bis 16 betragen 'hat, wie wir hoffen, ein wenig verkleinert werden wird. Wenn das A. C. aus 35 Personen besteht — noch immer zu wenig —, zu denen dann noch die Mitglieder der Exekutive treten und je ein Vertreter der Zionistischen Finanzinstitute, wenn auch nur -mit beratender Stimme, so ergibt das eine Körperschaft von zusammen etwa 50 Personen und ich glaube, dass diese Zahl von Menschen ausreichend ist. Sie dürfen doch nicht vergessen, dass die Sitzungen ziemlich viele Kosten verursachen sowohl 'den Personen, die an der Sitzung teilnehmen, als der Exekutive, und dass man sich aus diesem Grunde einschränken muss. Wenn das A. C. aus so vielen Mitgliedern besteht, dann erscheint es uns auch nicht zweckmässig, dass es alle drei Monate zusammentrete. Auch jetzt leiden die Beratungen darunter. Eine Körperschaft, die sehr häufig zusammentritt, drängt natürlich, dass die Sitzungen sehr schnell vorübergehen, und tatsächlich hat das A. C. immer nur zirka 3 Tage getagt. In dieser Zeit war es unmöglich, die wirklichen Notwendigkeiten zu erledigen, und wir glauben, dass es viel zweckmässiger sein wird, wenn das A. C. in jedem halben Jahre nur einmal zusammentritt, dafür aber seine Sitzungen etwas ausdehnt. Dann wird es auch möglich sein, die Sitzungen besser vorzubereiten. Schliesslich schlagen wir Ihnen vor, dass die Zusammensetzung des A. C. entsprechend den Verhältnissen der Gruppen auf dem Kongress -169

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