Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 465 (sequence 488)
- Language
- German, English, Hebrew
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Namen, ihre Einwanderung zu organisieren, sie auf dem Boden Palästinas anzusiedeln und ihnen Arbeit zu verschaffen. Er verlangte auch, dass man in alle Aemter der zionistischen Leitung in Palästina Vertreter der orientalischen Juden aufnehmen solle. Der Vorsitzende hat erklärt, dass alle die Forderungen einer besonderen Aufmerksamkeit würdig sind, dass aber aus Mangel an Zeit die ganze Fnage dem Actions-Comite zur Erledigung übergeben werden möge. Wir sind sicher, dass die Angelegenheit ernst behandelt werden wird. Leider haben wir am Freitag eine Denkschrift aus Persien erhalten, in der unsere dortigen Brüder ihre Lage in den schwärzesten Farben schildern und um Hilfe bitten. Deswegen sind wir noch einmal gezwungen, Euch, Söhne Abrahams, Isaaks und Jakobs, auf diese traurigen Tatsachen hinzuweisen, und ich bitte den geehrten Kongress, die Forderungen anzunehmen und entsprechende Beschlüsse bezüglich dieser Frage zu fassen, insbesondere aber die Londoner Leitung zu verpflichten, gegen die Grausamkeiten, die in den persischen Städten begangen werden, zu protestieren. Berichterstatter Mitglied des A. C. Dr. Arthur Hantke: Geehrter Kongress! Die Organisations-Kommission hatte diesmal eine leichtere Aufgabe als auf dem vorigen Kongresse. Es konnte sich für uns nicht darum handeln, wieder ein neues Statut auszuarbeiten, und Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass wir hier wie auf dem vorigen Kongresse Ihnen Dutzende von Paragraphen vortragen werden. Wir haben nur einige notwendige Aenderungen vorgeschlagen, welche sich hauptsächlich auf das Actions-Comite, auf den Zentralrat, auf den Schekelpreis und auf das Schekelwesen überhaupt beziehen. Da es sich, wie gesagt, nur um eine Reihe von Vorschlägen handelt, welche zusammen kein organisches Ganzes bilden, sondern einzelne Verbesserungen zu einern Organisationsstatute darstellen, so ist es nicht anders möglich, als dass ich Ihnen zu den einzelnen Punkten eine Begründung gebe und dass Sie dann über die einzelnen Punkte abstimmen. Im allgemeinen sei bemerkt, dass nach der Ansicht der Organisations-Kommission unser Apparat mit Instanzen überhäuft ist. Wir müssen versuchen, die Zentralinstanzen zu verringern und den Aufbau unserer Organisation so zu gestalten, dass er die Tagesarbeit nicht hindert. Wir sind alber mit der allergrössten Behutsamkeit vorgegangen, um nicht die Organisation vor die Notwendigkeit zu stellen, hier wichtige Beschlüsse zu fassen, ohne dass die Organisation Zeit gehabt hat, sich auf diese neuen Dinge einzustellen*. Zu Beginn meines Referates möchte ich Ihnen zunächst mitteilen, dass die Organisations-Kommission den Wunsch hat und ihn hiemit offiziell ausdrückt, dass auf dem Zionistenkongress wieder mehr als auf diesem Kongresse auf die Notwendigkeit, die hebräische Sprache als Verhandlungssprache zu benützen, Rücksicht genommen werde. Die Kommission hat den Eindruck, dass der vorige Kongress nach dieser Richtung auf dem richtigen Wege war, dass aber auf diesem Kongresse ein gewisser Rückschlag eingetreten ist. Die Kommission wünscht^ auch, dass die jüdische Sprache als die Sprache, welche von der grossen Majorität aller Juden gesprochen und verstanden wird, die Berücksichtigung finde, die sie verdient. Wir sind überzeugt, dass diese Anregung genügt. — Wrir haben aus dem Plenum eine Anregung bekommen, welche sich auf die Stellung der orientalischen Juden unserer Bewegung bezieht. Wir haben diese Anregung dem Permanenzausschusse zur Berücksichtigung übergeben. Es sind uns überdies von der Keren Hajessod-Kommission zwei Anträge übergeben worden, welche wir zu den unsrigen gemacht haben und die ich Ihnen im Namen der Organisations-Kommission zur Annahme vorlege. Ich bin überzeugt, dass diese Anträge zu keiner besonderen Debatte 30 465