Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 478)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476280--5586-3481731- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sollten wir dann -im März des nächsten Jahres sehen, dass noch Gelder verfügbar sind, so werden wir sehr gerne bereit sein, neue Bewilligungen für die hier angeführten Investitionen in Erwägung zu ziehen. Sollte es sich andererseits ergeben, dass der Gesamtbetrag, der auf diese Weise 434.500 Pfund ausmacht, nicht gedeckt werden kann, so müssen alle Posten proportionell verringert werden. Aber in der Frage der Verteilung bitte ich Sie, sich auf meinen Standpunkt zu stellen. Vizepräsident Motzkin: Es liegt noch eine Reihe von Anträgen vor, bezüglich deren ich den Kongress frage, ob sie noch berücksichtigt werden sollen. So liegt ein Antrag der Delegationen der Hitachduth, der Poale Zion und der Zeire Zion, ferner verschiedene Privatanträge, zum Beispiel betreffend die Gelder, die für den Misrachi bestimmt werden, vor. Ich frage Sie nun, ob Sie den Schluss aller Debatten haben wollen. (Abstimmung.) A ngenommen. Es werden also die Anträge nur noch verlesen und dann wird darüber abgestimmt. Wir werden jetzt eine Pause eintreten und nach derselben abstimmen lassen. (Die Sitzung wird um 3 Uhr 45 Min. nachmittags unterbrochen. — Nach Wiederaufnahme der Sitzung um 4 Uhr 30 Min. nachmittags:) Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongress! Die Pause ist zu Ende! Ich nehme die Sitzung wieder auf. Sie haben die Anträge der Budgetkommission gehört. Diese Anträge zerfallen in zwei Teile: in einen Budgetvoranschlag (s. o. S. 441 f.) und in vier Resolutionen (s. o. S. 442 f.) dazu. Was nun diese Resolutionen anlangt, so befindet sich darunter eine Resolution, die nicht im Einklang steht mit einem von uns bereits gefassten Beschlussich "meine die Resolution Nr. 2, welche lautet: „Der Kongress spricht sich für allmähliche Uebergabe des Schulwesens an den Waad Leumi aus, der es unter Kontrolle der Zionistischen Organisation führen soll." Zunächst ist zu konstatieren, dass die Budgetkommission sich diesbezüglich nicht mit der Kulturkommission in Verbindung gesetzt hat, wie es laut unserer Geschäftsordnung unumgänglich notwendig gewesen wäre. Der Resolutionsausschuss hat nun dagegen einen Einwand erhoben, dass eine Resolution beantragt wird, die mit einer anderen, bereits angenommenen in Widerspruch steht, und zwar mit einem Beschluss, der auf Antrag der Kulturkommission bereits angenommen wurde und sich auf die allgemeine Frage der Pflicht zur Erhaltung des Schulwesens in Erez Israel bezog. Wir sind nicht in der Lage, über eine Resolution, die wir nicht kannten, abzustimmen, nachdem wir eine gegenteilige Resolution bereits angenommen haben. Ich kann daher diese Resolution Nr. 2 nicht mehr zur Abstimmung bringen und muss sie an den Resolutionsausschuss zurückschicken. Nachdem wir so unseren formalen Einwand gegen diesen Antrag kundgegeben haben, können wir jetzt zur Frage der Abstimmung über die anderen Anträge übergehen. Es ist hier der Antrag gestellt worden, sämtliche Anträge der Budgetkommission e n b 1 o c anzunehmen, das heisst keine Aenderungen vorzunehmen. Berichterstatter Delegierter I. Feuerring: Ich möchte vorschlagen, die en bloc -Abstimmung so vorzunehmen, dass zuerst über den Betrag von 397.000 Pfund (Abschnitt I und II) und dann über den Betrag von 134.000 Pfund (Abschnitt III und IV) des Voranschlages abgestimmt wird. Mitglied des A. C, Ing. Kapiansky: Bei einem Budget ist Posten für Posten abzustimmen und 455"