Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 444 (sequence 467)
- Language
- German, English, Hebrew
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Wissenschaft des Orients" vorzusehen. Nur diese letztere Bezeichnung ist die richtige. Nun komme ich zu den einzelnen Posten: Für die sanitäre Arbeit hat man 29.000 Pfund festgesetzt. Obwohl die Exekutive und der Wirtschaftsrat nur 25.000 Pfund beantragt haben, beschloss die Budgetkommission weitere 4000 Pfund zu bewilligen. Ich habe nichts gegen die Erhöhung, möchte aber auf eines hinweisen. In Jerusalem besteht ein Institut, das bereits vor dem Kriege gegründet worden ist und eine der wenigen Kulturanstalten ist, die wir Juden in Jerusalem besitzen, ich meine das Pasteurins.titut. Jetzt ist diese Anstalt aus verschiedenen Gründen im Verfalle begriffen. Meine Herren, wenn wir darangehen, neue Institute zu gründen, dürfen 'wir nicht ein bestehendes zugrunde gehen lassen! Es ist die Pflicht des Kongresses, der Budgetkommission vorzuschlagen, irgend eine Summe für das Pasteurinstitut vorzusehen, damit dieses Institut in Jerusalem bleibe. Nun zum Posten III, „Kredite und Investitionen": Die Budgetkommission hat für die P. L. D. C. 25.000 Pfund bewilligt und zugleich beschlossen (im Posten IV), dem Nationalfonds eine Schuld von 10.000 Pfund zurückzuzahlen. Ich weiss den Wert der P, L. D. C. einzuschätzen, aber dass die P. L. D. C. vor dem J. N. F. den Vorzug haben soll, dem kann ich nicht zustimmen. Warum soll der Nationalfonds der P. L. D. C. weichen? Ich bin dafür, dass man zuerst dem Nationalfonds und dann der P. L. D. C. bezahle und nicht umgekehrt. Noch eines: Im Budget befindet sich auch ein bescheidener Posten von 2000 Pfund für die Handwerkerbank. Geehrter Kongress, die Handwerker sind in Palästina ein sehr wichtiges und produktives Element, das mit Hilfe nicht grosser Mittel vermehrt werden kann. Sie wollen selbst etwas tun und gründeten in diesem Sommer eine Bank. Wenn wir ihnen zu Hilfe kommen wollen, damit sie die Bank erweitern können, dürfen wir uns nicht mit einer derart kleinen Summe zufriedenstellen, wie sie im letzten Abschnitt vorgeschlagen ist. Es ist unsere Pflicht, ihnen zu Hilfe zu kommen, Aktien zu kaufen und die Summe um 3000 Pfund (das heisst, zusammen auf 5000 Pfund) zu erhöhen. Das sind die Aenderungen, die ich fürs Budget vorschlage. Ich glaube schliesslich, dass die Budgetkommission nur für die finanzielle Seite unserer Arbeit kompetent ist, nicht für die politische. Ich glaube nicht, dass es Sache der Budgetkommission ist, sich an den Waad Leumi wegen der Uebergabe der Schulen zu wenden. Das ist keine finanzielle, sondern eine politische Frage und hätte darum nicht auf die Tagesordnung gesetzt werden sollen. Ich glaube, dass die Frage noch nicht zur Lösung reit ist. Der Waad Leurni hat aus bekannten Gründen beschlossen, die Schulen nicht zu übernehmen, und wir dürfen nicht jetzt in das Wesen der Frage eingehen und irgendwelche Beschlüsse fassen. Das wäre ein schwerer Fehltritt, und ich beantrage daher, den Vorschlag von der Tagesordnung abzusetzen. Schatzmeister der Palästina-Exekutive S. A. van Vriesland: Ich habe auch fünf Tage lang an den Sitzungen der Budgetkommission teilgenommen. Das Budget, das im Anfang sich als ein Minimumbudget darstellte, hat sich mit der Zeit immer mehr vergrössert. Im A. C. betrug das Budget 355.000 Pfund, der Wirtschaftsrat hat 365.000 Pfund vorgeschlagen. Nachher ist das Budget um 10.000 Pfund für Awodah und Alijah vergrössert worden und jetzt sind noch 22.000 Pfund hinzugefügt worden, davon 12.000 Pfund für den Misrachi, 4000 Pfund gleichfalls für Schulden des Misrachi und 5000 Pfund für die Universität. Damit ist das Budget auf 397.000 Pfund angewachsen. Wir haben abef einen Rahmen für das Budget, der nicht vom Kongress, sondern von den Tatsachen bestimmt wird. Wir müssen endlich einmal aus der Vergangenheit lernen. In der Vergangenheit betrugen 444